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1,3,3 (1864) Geschichte des Landes und seiner Zustaende. Th. 3: die Zeiten der Bluete und Kraft des deutschen Reichs 2. (912 - 1272)
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sonders der paulmischen Briefe ins Deutsche.'^) Durch Z. 140.solches Vorgehen leisteten beide dem Volksunterrichte den wesent-lichsten Vorschub und bewirkten, daß die deutsche Sprache all-mählig zur Schriftsprache wurde. Auf diesem so gebahntenWege arbeiteten der Mainzer Erzbischof Hrabanus Maurus(847—856) und dessen Schüler, der Reichenauer Abt Wala-sried Strabo '(842—849) fort, so daß die Geistlichkeit zurAusbildung der deutschen Sprache überhaupt nicht wenig bei-trug. Zwar mogte sie Anfangs noch einige Scheu vor der-selben haben, weil in ihr so viele heidnische Volkslieder ge-dichtet waren, die immer wieder auf den alten Aberglaubenzurückführten.'") Aber diese Scheu schwand allmählig, seitder Weissenburger Mönch Ottfried sum 860) in seinem Kristund der altsächsische Verfasser des Heliand in seiner Evan-gelienharmonie, durch ihre frommen Dichtungen jene heidnischenGesänge zu verdrängen wußten (I, 354).

So kam die deutsche Volkssprache neben der lateinischenallmählig zu Ehren; sie ertönte in Lied und Rede, wenn auchdie öffentlichen Kirchengesänge, wie die Messe, lateinisch blieben.

Auch in politischen Verhandlungen kam sie allmählig zurGeltung. Die älteste bekannte deutsche Urkunde dieser Art,welche ein Erzbischof von Cöln ausgestellt, ist das Friedens-iustrnment vom 9. September 1259 zwischen Erzbischof Konradund dem Grafen Wilhelm von Iülich.'°) Und eben so ent-

Ininskerre sluileal in rustiviiin rornansm iinguiim iuN ItivtiLcnm,guo kaeillus nuneti possinl jnikIÜKvi'0 gliw äienntur. 8)N,1ur. 0i>n. >7. Dasselbe wurde auf deu Synoden zu Rheims uudMaiuz beschlossen.

") Das 0-ipiuN. v. 789 verbot daher deu Nonnen, dergleichen xviiiiwoävsse.riber«! ve> miuei'o. Ans der anderen Seite ließ Karl die alten heid-nischen Gesänge, uni sie vor völligem Untergange zu bewahren, dochsammeln. Die Hanptsummc des alten heidnischen Aberglaubens, womiter in Sachsen zu kämpfen hatte, enthält der Inäicuius snp«r!itilinn»,net psganiarum, den der Bischof Ferdinand v. Fllrstenberg in seinenUonam Uaiivid. p. 336 d. amsterd. Ausg. mitgetheilt hat.

Hoefer älteste Urkunden deutscher Sprache Nr. 3.--Seitdem werdensie immer häufiger, besonders von edlen Frauen des Mittelalters.

Hoeser ist der Meinung, daß dies in einem wohlbegrnndcten Mißtranen,welches der lateinischen Sprache nicht kundige Personen, in die Abfas-sung einer ihnen wichtigen Verhandlung in dieser Sprache, setzten, seinenGrund habe. Er beruft sich dabei namentlich ans die Gräfin Mechtildev. Sahn, die in einem Zeiträume von 40 Jahren, ans Veranlassung