Druckschrift 
1,3,3 (1864) Geschichte des Landes und seiner Zustaende. Th. 3: die Zeiten der Bluete und Kraft des deutschen Reichs 2. (912 - 1272)
Entstehung
Seite
281
Einzelbild herunterladen
 

281

stätigung vo» Rechten für Gemeinden u. s. w. die Imulnbilö« Z. g?.

sWonde ind Recht) so oft ausdrücklich erwähntwerden. Je älter die Gewohnheit war, desto größer ihr An-sehen, sie galt mehr als verbrieftes Recht, worauf man sichmeist nur zum Beweise derselben berief.') Wenn nun auch indieser Art die Volksthümlichkeit des zur Anwendung kom-menden Rechts gesichert war, so blieben doch nothwendig vieleLücken in demselben, theils weil nicht alle Fragen durch Ob-servanzen normirt waren, theils weil sie dieses, der Natur derSache nach, nicht wohl sein konnten, da viele und zumal dieöffentlichen Verhältnisse selten oder nie in den Gerichten zurEntscheidung kamen; wie dieses z. B. von Kaiser Friedrich II.indem Mainzer Landfrieden von 1235 beklagt wird. ^) Esmußte daher mitunter eine Rcchtsunsicherhcit eintreten, derdurch die Autonomie der Gerichte nur unvollkommen abge-holfen werden konnte. Zu welchen Hülfmitteln in solchenFällen gegriffen wurde, davon hat namentlich aus unseremSachsen Widukind von Corvei einen merkwürdigen Fall aufge-zeichnet. Es war die Frage entstanden, ob Enkel mit ihrenOheimen den Großvater beerben könnten? Die Ansichtendarüber giengen so auseinander, daß die Gerichte sich nichtüber eine bestimmte Entscheidung einigen konnten. Man wen-dete sich daher unmittelbar an K. Otto I. und dieser, um

Ü Darum heißt es 1222 in der Verleihung des Soester Rechts für Attcn-dorn von Erzbischof Engelbert I.: lüivrtutem et omiiiu fiii'a, g»v

»MÜIII» uostrum LuLiitiense u l> üntigui.i liniiere klißuiiseitur.

(Seibertz U. B. I, Nr. 166.) Dann in der Bestätignngurknnde Erz-bischofs Konrad von 1246 für die Sälzcr zu Wert: eo fure -ine » u«ue tu kl i n e , guuiu killm — olitlnulsse liißunseuutur (daselbstNr. 246) und in einer anderen des Erzbischofs Siegfried von 1230für die Stadt Brilon: k^uvkl vus uulversi et «iiißuli suriüus, >>ri-vlleßüs, liliertntilius et bunis c» u suet u >1 i n i l>u s Iiueteuus in»mnüo Ilrlloiu »üservutiL, ßiiuüeutis ete. (Daselbst Nr. 436.1I.lcet ^>er (lerniiiuinui eunstltuti vivant j» cuusis et ueßkitüs >>ri-vntorum, e» n »u e t u üi u i ü u s unti,Kultus Irnültis et suro uonseri^to; gulu tiimeu uriluu >>ue3nui, gue ßeneruleui stutum ettriinguillitutem iuigerii reluruuiliiint, noukluui luvr-int ss>eeii>Iiteriutrolluetu, guoruui >uirteiu ulikjuuui, si guuuclu eusus traliebiit iueikusum, tictu uiußis <z>i!ui», «zum» stututl zurls uut ojitenteevntriiilietorin jukliein conüiietuüiuis «eutenti» teriuinabut ete.!N. 6. deß. II, 313.