Druckschrift 
Pragmatische Geschichte des Hauses Geroldsek, wie auch derer Reichsherschaften Höhengeroldsek, Lahr und Mahlberg in Schwaben : mit 213 Urkunden
Seite
17
Einzelbild herunterladen
 

Urkunde I. 17

senn, zoch der Bischoff mit allenn Thomherrn, ussgenomm ainen T homherr der ain Herr zu Ge-roltzcck am Waschow was, vnd der letst desselbigen Geschlechts gewesen, ouch nachmolöBischoff zu Stroßburg ward, vs der Etat. Mit gemeltem Vischoff zugen ob den sech-... tzig vom Adelt, all wonnhaft in der Stat Stroßburg, vnd ward am grosser Krieg zwi-

., ^ schen dem Bischoff vnd der Stat. Es was ouch in des Bischoffs Hilff wider ain Stat

Stroßburg ain Bischoff vonn Thrier, Grass Rudolfs von Habspurg, Herr Herman'ÄikRM/ Herr zu Hohengeroltzeck des Bischoffs Bruder, der ouch des Reichs Landtuogt was, vonBaftl biss gen Seltz, vff baiden Tailen des Rheins. Gedochter Herr «^erman von Hohen-geroltzeck iandtuogt hat ouch die Herrschaft Orttenberg vcrbrent, wider Graff T^udolssenvon Happsperg, darnach vff dem nuwen Jorö Tag. ^

Diser Bischoff hat die Stat Stroßbm'g auffain Zeit als Mess do was, acht Tag be-legert, vnnd ist Grass T^udolff von Happsperg von dem Bischoff auss dem Veld zogenvnd sich in der Stat Stroßburg Dienst vnd Hilff wider in begeben. Gemelter GraffTTu-. ^ dolsssvon Happsperg vnd sin Geschlecht haben sich ettlich Zeit darnach geschrieben der Stat- ^ Stroßburg Venderich. Diser Krieg hatt ettliche Jor geweret, vnd haben sich harinn

mancherlay Handlung vnd Thaten begeben, die vonn Kurtze willen zu schriben vuderlassen^ sind.

'' iiWNkßt Inn dem dauftndt zweyhundert vnd zway vnd sechtzigisten Jor, am achten Tag desMertzens, hat gedochter Bischoff mit der Stat Stroßburg ain Schlacht gethan zu Hutspergnechst by Stroßburg, vnd hatt der Bischoff die Schlacht verlorn vnnd ist Herr Hermandes Bischoffs Bruder vorgemelt, mit sechtzig vom Adel vmkomen, vnd sind by zwai vndsibentzigen vom Adel gefangen gen Stroßburg gefiert, vnd in das Capittelhauß in RingVnd Psenn gelegt. Diser Bischoff hat sich vff denselben Tag ritterlich gehalten, vnd istvff das dritte Pferdt komm, die zway vnder im erstochen sind, ee sich der Streit geendethat, zu letst ist er mit ainer clainen Zal genn Moltzen komm.

Vff dise Zeit ist ain Kinig von Engelland Römischer Kinig gewesen, der hat sich vn-derstanden disen Krieg zerichtm vnd desshalb zwischen dem Bischoff vnd denen von Stroß-burg ain Tag gen Hagnow angesetzt vnd vil Müe vnd Arbait gehapt, dise Sache zu nider-legen. Vnd als er inn der Handlung was, ist dem Bischoff antzaigt worden, er solle dievom Adel so von seinetwegen gefangen ligend bedencken; hat sich der Bischoff vnbedocht hö-ren vnd vernemm lassen, im lege nit vil an der Rachtung, ob es gleich nit gericht würd,verhosste er die gemelten von dem Adel so gefangen legend, bald ledig zu haben. Vff solli-che Red schickten die von Stroßburg eilends Bottschafft gen Stroßburg, mit Beuelch die Ge-' fangen besehen vnd wol bewaren. Nu lagen die Gefangen« all inn dem Capitelhauss in

. - Ring geschlagen; als aber dieGefangnen wol besichtiget warend vnd nichts das zu dem Auß-

^ komenn dienet funden, lag noch ain Gefangner in ainem vinsteren Winckel, der hieß Maister'' . i Conrat von Schütteren; als man denselben ouch besuchen wolt, beclagt er sich mit grosserI Beschwerlichkait, er vermocht nit vff ze ston. Es halff aber nit, er ward vffgehaben, vnd

' nach Notturfft besucht, vnd ward vnder dem Strow Züg gefunden, domit er sich vnd alle

C Gefangnen,