V. Periode.
Vom Ucgiermigsantritt des CrMschofsSiegfried von Wesierdurg ins nun Tode des ErzbischofsHermon» IV. d. h. ins zum Abschluß der territorialenCntmicklnng des Herzogtums Westfalen.
(1275 — 1508).')
Ämf den im Jahre 1274 verstorbenen Erzbischof Engel-bert 11.^) folgte Siegfried lt., ein geborener Graf vonWesterbnrg, der am 24. April 1275 von dem KaiserRudolf I. die Regalien erhielt.t
') Seibertz wählte für die Eintheiluiig der Geschichte des HerzogthumsWestfalen in Perioden einige Hauptmomente aus der allge-meinen deutschen Geschichte; so beschließt er die letzte von ihm bear-beitete Periode, die vierte, im Hinblick auf das Ende des Interreg-nums, mit dem Jahre 1272. (Bd. 1. 3. 2, S. 281). Je mehr aberdas Reich iu einzelne Territorien nnd somit die Reichsgeschichte in dieGeschichte dieser Territorien sich auflöst, desto weniger können, wie auchSeibertz in dem Vorwort zu dein zweiten Theil der dritten Abthei-lung (S. VIII.) andeutet, Thatsachen aus der Reichsgeschichte maß-gebend sein für die Eintheilung der Geschichte einzelner Territorien.So wählen wir zum Anfangspunkte der S. Periode den Regierungs-antritt Siegfried's von West er bürg (1275), während wir diesePeriode mit dem Todesjahre des Erzbischofs Hermann IV. (1508)beschließen, weil 1) im Jahre 1567 der Abschluß der Territorial-Entwicklung des Herzogthums Westfalen erfolgte und 2) imJahre 1563 durch die Vereinigung der westfälischen Ritter und Städtezu Meschcdc „die Grundsätze der Landesverfassung ... nochein bestimmteres Gepräge" erhielten. (Seibertz in Lieb-rech t's topographisch-statistischer Beschreibung des RegierungsbezirksArnsbcrg, S. 35). — Uebrigens hat Seibertz selbst thatsäch-lich die 4. Periode über das von ihm angegebene Jahr1272 hinaus bis gegen das Ende des Jahres 127-i (bis zum Todedes Erzbischofs Engelbert II.) fortgeführt, — und so schließt sichunsere mit dem Jahre 1276 beginnende Darstellung unmittelbar andie von Seibertz an.
') Vgl. Bd. I. 3. 3, S. 137 - 156.
') Urkunde be> Lacomblct Urkundenbuch für die Geschichte des Niedcr-rheins, Bd. II. Nr. 667.
Seibertz Geschichte Bd. 1. Abth. III. 4. 1