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In der Folge versuchten die Burggrafen sich anch imAuslande, namentlich in der Umgebung des Römischen undBöhmischen Königs Wenzel, so wie des UugarnkönigS Sieg-mund, in Staatsgcschästcn und Kriegsnntcrnchmuugen. AlsSchwägern dieser Könige konnte den Burggrafen an beidenHöfen gastliche und ehrenvolle Aufnahme nicht fehlen.
Burggraf Johann, den man schon 1390 unter Wen-zels vertranetcn Räthen wahrnimmt, mogte diesem Dienst-verhältnisse zum Neichsoberhaupte auch einen Theil derMittel dazu entnehmen, um schon bei des Vaters Lebzeiten,durch seine Vermählung mit des Königs Schwester eineneigenen Hofhalt zu begründen. Es wurden wenigstens vondem Könige Wenzel seiner Schwester Margareth Jahres-rentcn, so wie größere Geldbeträge, wozu wohl die rück-ständig gebliebenen Renten aufschwollen, öfters verschrieben'.Zur Anerkennung der Dienste des jungen Fürsten beliehKönig Wenzel ihn im Jähre 1390 auch mit einigen, durchden Tod Courads und Gottfrieds von Brauucck erledigtenReichslehnen, wozu namentlich eine Burg in Nürnberg ge-hörte. ES wurden dadurch dein Burggrafen Johann wohldie ersten eigenen Reichslehne zu Theil s
Frühzeitig scheint der junge Burggraf sich bei seinemköniglichen Schwager das besondere Vertrauen erworben zuhaben, womit dieser ihn bis an sein Lebensende auszeich-nete. Im Herbste des JahrcS 1390 stellte Wenzel denBurggrafen auch an die Spitze der weltlichen Mitgliedereiner Deputation, welche zu Heidelberg mit einer Franzö-
1) Klo». V, 407. 408. — 2) Das. 2S8. 204. 363. 373.ä.nic.-IZnev in äsn kliüäc. Vorseln VII, 171.
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