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festigen" sagt ein alter Chronist, habe König Adolph zweiEhebiindnisse geschlossen — das eine für seinen Sohn miteiner Böhmischen Königstochter, das andere für seinenVetter mit der Tochter des Burggrafen von Nürnberg!'
Ob der Burggraf höhere wissenschaftliche Bildung be-sessen habe, ist eine Frage, die bei dem Lichte, worin seinePerson nach dem Abglanz ihrer großartigen Thätigkeit er-scheint, füglich auf sich beruhen könnte, hätte nicht neuereGeschichtsschreibung dieselbe hervorgehoben und bald ihmumfassende gelehrte Bildung zugeschrieben, bald dagegenihn für einen die Wissenschaften verachtenden Analphabetenausgegeben 2. Jedenfalls ist es aber doch Wohl gewagt,ans Verachtung der Wissenschaften überhaupt, aus der ein-zigen Mittheilung zu schließen, die dafür anzuführen ist,daß der Burggraf dem Könige Nndolph Vorwürfe darübergemacht habe, da dieser einen Bürger Straßbnrgs, der ihmein von ihm verfaßtes Geschichtswerk überreichte, nicht mirmit Gold reichlich beschenkte, sondern auch mit der Ehren-kette schmückte, die er sich vom Halse nahm.
Lateinische Urkunden lesen und verstehen, konnte Burg-graf Friedrich freilich nicht. Des Königs Kanzler, PropstOtto von Speier, mußte im Jahre 1274 bei der Gesandt-schaft an den Papst, woran der Burggraf Friedrich undGraf Gottfried von Sain Theil nahmen, mn diesen beidenHerren die Lateinischen Dokumente verständlich zu machen,deren Inhalt Deutsch erläutern Auch ist nicht zu läug-
1) ^.icorixirn I,eod. Oliroii. Iz. I, 86ö.
2) KeviltiiiA's Osseli. ct. tl, Iloveni?. 323. Ostter's Lui'AAr.II, 1261. — 3) ?Li-ü, Ncm. dsi'm. IV, 3SS. 3S6. Ncm. II, 133. 134.