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1 (1861) Die Grafen von Zollern und Burggrafen von Nürnberg
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Die näheren Bedingungen dieser Abtretung setzte einvon den Fürsten vermittelter Vergleich fest'. Derselbegab der Bnrggrafschaft Nürnberg ihre spätere Gestaltung.Es wurde der Burggrafschaft durch die damals getroffeneVeränderung ihres ursprünglichen Verhältnisses zwar gradeDasjenige entzogen, was den eigentlichen Kern derselbengebildet und den Grund zu ihrer Errichtung abgegeben habenmuß, -— der Befehl über die alte kaiserliche Burg. Dochwurde die Burggrafschaft gleichwohl aufrecht erhalten undsie daher für das Aufgegebene gewiß anderweit genügendentschädigt.

König Conrad war soweit davon entfernt, der frühernEreignisse in Ungnade gegen den Burggrafen zu gedenken,daß er demselben vielmehr nach dieser Zeit vorzügliches Ver-trauen erwies. Während der ganzen Regierungszcit desKönigs wird der Burggraf unter den Zeugen königlicherUrkunden namhaft gemacht In den bei der Ausfertigungsolcher Urkunden als anwesend aufgeführten Zeugen hatman aber die vertrauten, geistlichen und weltlichen Räthezu erkennen, welche dem Könige die Bürde der Reichsre-gierung tragen halfen und mit deren Beirathe diejenigenBeschlüsse gesaßt wurden, welche die Urkunden aussprechen.

Im Jahre 1139 begleitete der Burggraf den Königauf dem Feldzuge, womit dieser die Sachsen unter ihremübermüthigen Herzoge Heinrich heimsuchte, so wie im Jahre1147 auch wohl auf der frommen Fahrt, die König Conradzum Grabe des Erlösers unternahm. Endlich erscheint der

1) ZVleistsrI. a. a. O. 8. 48.

2) LWV. ä. Lerl. kist. 01. 18S4, 8. S2, Note 22.