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1 (1861) Die Grafen von Zollern und Burggrafen von Nürnberg
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Keineswegs lag es jedoch im Interesse der Burggraf-schaft Nürnberg, aus einem unmittelbaren Reichsamte inein Lehn der Stanfenschen Herzöge verwandelt zu werden.Nachdem daher die Ocsterreichischen Besitzungen des Hau-ses Raabs von den Fränkischen abgesondert worden warenund dann König Lothar im Jahre 1131 aufs Neue mitHccrcSmacht vor Nürnberg zog: so nahm der BurggrafGottfried II. keinen Anstand mehr, sich von der Ocstcrrei-chisch-Staufenschen Parthci zu trennen, dem Könige Lothardie Thore zu öffnen und dadurch Nürnberg wieder an dasReich zu bringen'.

Große Gunst erwarb sich der Burggraf hierdurch beidem Könige.

Als jedoch Lothar am 3. Dezember 1137, auf derRückkehr von einem zweiten Zuge nach Italien, in einerAlpenhütte sein Leben beschlossen hatte, wählten die zuMainz versammelten Fürsten zu seinem Nachfolger densel-ben Herzog Conrad aus dem Hause Stanfen, der gegenseinen Vorfahr im Reich Nürnberg vergebens als Erbgutin Anspruch genommen und zu behaupten versucht hatte.Kaum zum Throne erhoben (1. März 1138), traf Conraddaher auch sogleich Veranstaltung, Nürnberg wieder in sei-nen unmittelbaren Besitz zu bringen. Burggraf Gottfriedwurde an das Hoflager entboten und mußte hier Burgund Stadt dem neuen Könige aufgeben "; worauf der Königschon im Mai desselben Jahres persönlich davon Besitz nahm".

1) Nelsterl. k. I^näsvv. Rellgn. VIII, 48. Uaseov., I^otN. 5—23.

2) Äleistei'I. a. a. 0. Hist. Imp. N. Xlsncksii a.0. 106.

3) Xlon. Loic» XXII, 169.