70
Nacht entkommen war, dem rechtmäßigen Besitzer wiedergeöffnet wurden'.
In Verbindung mit dem eben genannten Herzog Bor-ziwoi von Böhmen, so wie mit dem Markgrasen Leopold IV.von Oesterreich, tritt der Gras Gottfried einige Jahre späterim Kriegsdienste des Kaisers Heinrichs IV. auf. Oesterreichund Böhmen waren, nachdem König Heinrich V. im Aus-trag der Kirche das Schwert gegen den eigenen Vater er-hoben hatte, die Hauptstützen des bedrängten alten Kaisers VGras Gottfried wird aber von Einigen als „Cognat" derÖsterreichischen Markgrafen von Andern sogar selbst alsein Markgraf von Oesterreich' bezeichnet. Leicht erklärt essich daher, daß der Kaiser den mächtigen, kriegserfahrenen undseinem Hauptbundcsgenossen verwandten Edlen, Gottfried unddessen Sohn Conrad von Raabs, zu Befehlshabern der BurgNürnberg einsetzte.
Ueber den Erfolg, mit welchem die neuen Burggrafenihre nächste Aufgabe lösten, Nürnberg gegen Heinrich V.zu vertheidigen, herrscht keine Uebereinstimmung unter denalten Berichterstattern. Nach Einigen brachte König Hein-rich die Burg dennoch in seine Gewalt nach Anderennur die Stadt, während die Feste von den Burggrafen
1) Oosluas in KoLxt. rer. Lok. dibl. L. w. I,212. üleneken Lerixt. rer. Lernn. 1, 2081. Lkron. Lok. in I,n-üennA LsNczn. XI, 238. Le? Keript. rer. ^.nstr. II, 7 n. V.
2) Otton. Lris. ekron. üb. VII, o. 9. Viti ^.renpeekii ckron.in Los Lerixt. I, 1187.
3) LoA'nntns: Lurs Lsitr. II, S12. Lnäenvig^ Rktinzn. IV, 200.LtillkrisN Lni^ß-r. 33.
4) ülnrekio ^.nstrise: Meneksn s. Ä. O. III, 1638.
5) ^.nnai. Lilässk. aä s. 1104. Lrstisü Lernn. List. I, 387.