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1 (1861) Die Grafen von Zollern und Burggrafen von Nürnberg
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bezeichnet wird. Außervem hatte die Familie zahlreiche klei-nere Besitzungen, welche im Gebiete der OesterreichischenHerzöge zerstreuet lagen.

Burggraf Gottfried I.

Böhmische Gcschichtsschrciber liesern schon aus demJahre 1100 die Erzählung eines Vorfalles, der auf dieStellung des Grafen Gottfried in seiner Heimath einigesLicht zu werfen geeignet ist.

Es hatte gegen das Ende des 11. Jahrhunderts Her-zog Bretzislaus von Böhmen die Söhne des im Jahre1093 verstorbenen Fürsten von Brünn und Znaym, Ulrichund Luitold, aus ihrer väterlichen Herrschaft in Mährenvertrieben und diese seinem Bruder, dem Herzog Borziwoi,übergeben. Luitold begab sich in den Schutz seines mächti-gen Nachbarn, des Grafen Gottfried, der ihm auch inseiner Burg Raabs eine Zufluchtstätte gewährte. In derFolge stellte jedoch Herzog Bretzislaus an den GrafenGottfried die Forderung, seinen Schützling Luitold denBöhmen auszuliefern oder wenigstens aus der Burg zuverweisen, da dieser von Raabs ans die Besitzungen desBorziwoi feindlich beunruhigte. Luitold erhielt indessen Kundevon diesem an Gottfried gestellten Verlangen und kam dergefürchtctcn Erfüllung desselben durch die kühne That zu-vor, seinerseits Gottfrieds Besatzung aus der Burg zuentfernen nnd sich selbst zum Herrn derselben zu machen.Ein förmlicher Krieg mußte dann von Gottfried gegenseinen undankbaren Schützling unternommen werden. ImVerein mit dem Böhmenherzog belagerte er seine Burg,deren Thore erst nach 6 Wochen, da Luitold daraus bei