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wachsende Bevölkerung dem Orte zu'. Den» die Gebeinedieses Heiligen, angeblich eines Dänischen Königssohnes, derim achten Jahrhundert in den Wäldern um Nürnberg als Ein-siedler lebte und den Franken das Christenthum predigte,wurden in der ihm geweihten Pfarrkirche des Ortes auf-bewahrt.
Die Errichtung der Nürnberger Bnrggrafschaft veran-laßte der Empörungskrieg, welchen König Heinrich V. sei-nem Vater, dem Kaiser Heinrich IV., zu Anfang des zwölf-ten Jahrhunderts bereitete. Als der Sohn den Besitz derBurg Nürnberg dem Vater zu entreißen trachtete (1165),befahl der Kaiser sie „dem Burggrafen Gottfried und demConrad von Razaza" zum Schutz". Es ist die erste glaub-würdige Nachricht von der Bestellung einer Burghut zuNürnberg.
Den Namen Razaza, der oft auch in abweichenderForm geschrieben wird, führte eine edle Familie von demin Oesterreich, am Zusammenflüsse der Deutschen und derBöhmischen Thaya, gelegenen Orte Raabs". Die festeBurg, welche die Familie hier besaß und bewohnte, ist nochjetzt erhalten und bildet, wegen ihres altcrthümlichen Bauesund wegen der beträchtlichen Höhe und Ausdehnung, womitsie sich auf dem steilen Vvrsprunge eines Felsenberges er-hebt, eine der schönsten mittelaltrigen Burgen Oesterreichs.Zu der Burg gehörte ein Landgebiet, das als Grafschaft
1) Nun. lUi'm. II, 128. Kunl-'s I>!i,vei'n» »Ite (Zr«tseli.24l.
2) AÄsterliu! Ilist, In UuäeniA KsUyu. uispt. VIII, 45.
3) Osstsri'. LI. I. Uitt,, Kunst, dssck. etc., IV, Ko. 168,u?o Ms Deutung uul Röts oUei' Rüt? ^viüeileßt ist.