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1 (1861) Die Grafen von Zollern und Burggrafen von Nürnberg
Entstehung
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Vergeblich machte man namentlich im Jahre 1430den Versuch eines Wiederaufbaues. Besonders die be-nachbarten Reichsstädte traten dem Unternehmen hinderndentgegen.

Erst Kaiser Friedrich III. löste den Bann, der dasedelste Deutsche Geschlecht dreißig Jahre hindurch seinerStammburg beraubt gehalten hatte. Es wurde am 24. Ja-nuar 1453 die Herstellung erlaubt und diese dann auch inwenig Jahren zu Stande gebrachtU

Die Herrlichkeit des alten im Jahre 1423 gebrochenenHauses konnte die neue Burg jedoch nicht wieder erreichen,— nicht einmal als Bauwerk, geschweige denn nach ihrerpolitischen Bedeutung. Die inneren Verhältnisse Deutsch-lands hatten grade um diese Zeit eine große Umgestaltungerfahren. Das zügellose Fehdewesen, das noch zu Endedes fünfzehnten Jahrhunderts alle bürgerliche Ordnung zuvernichten drohte, wurde im Laufe dieses Jahrhunderts fastin allen Theilen des Reiches mit Erfolg unterdrückt undhörte bald auch für Schwaben fast gänzlich auf. Mit kräf-tigerer Handhabung des Landfriedens war aber der Werthgrößtentheils dahin, welchen schwer zu ersteigende Felsen-burgen früher besessen hatten. Adel und Ritterschaft ver-tauschten solche stehende Kriegslager gern mit den Annehm-lichkeiten flach gelegener Wohnsitze: wie denn auch die Nach-kommen des Herstellers der Zollerburg sehr bald die Re-sidenz in dem reizend gelegenen Hechingeu dem Burgsitzeauf dein wolkenumhüllten Haupte des Zollers vorzogen.

1) Aitrek Ä. L>. Ltälin a. ». 0. III, 426. k'ili. v. Ltllllrieän. Dr. NÄreker, Hovensoll. ?orsel>. I, 254.