Im dreißigjährigen Kriege trat die Burg wieder alsein Platz von einiger Bedeutung auf. Nach dem Abschlüssedes Westfälischen Friedens bewarb sich daher auch Oester-reich um die Erlangung des Besatznngsrechtes. Es zahltedafür jährlich 5000 Fl. sogenannte Oesfnnngsgelder undwar zugleich verpflichtet, die Bnrggebäude in baulichem Zn-stande zu unterhalten.
Seitdem jedoch im Österreichischen Erbfolgekricgc dieBurg nach einer Belagerung von wenigen Tagen denFranzosen in die Hand gefallen war, kehrte keine Oesterrei-chische Besatzung mehr nach Hohenzollern zurück. DieBurg diente fortan nur noch einigen Invaliden zum Wohn-sitze, deren friedlicher Dienst darin bestand, Feuersbrünsteder Umgegend durch Allarmschüssc anzuzeigen. Die imklebrigen unbenutzten Burggebäude blieben allmäligcm Ver-falle überlassen.
Bald bot daher die Burg Hohenzollern von Neuemdas Bild einer Ruine dar, bis im Jahre 1846 die dreinoch blühenden Zweige des Stammes, welche die Erbender an den Zollcr geknüpften historischen Erinnerungen sind,sich zur gemeinschaftlichen Wiederaufrichtung der Burgge-bäude in alterthümlicher, würdiger Gestalt vereinigten.
Der Name Zollern.
Während des Mittelalters wird der Name der Burgin der Regel Zoler, Zolr, Zolre oder Zolra geschrieben.