19. Jahrhundert.
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zu bezahlen, und ihr, anstatt Vornhagen das erste Loos, dasKirchen Haus zufallen solle.
Gemeinschaftlich aber blieben die Holzungen, die Jagden, Fi-scherei, Huth, Trifft, Lehn- und Strafgelder rc.
Die Wittwe Oberhofmeisterin, deren feste, männliche Hand-schrift, wie man sie in den Confcrenz-Protokollen findet, worin sieRechte ihrer Söhne vertrat, einen starken weiblichen Geist verräth,vcrheirathcte sich am 14. Mai 1741 wieder mit Ernst Friedrichaus Wahlhausen, (Ober-Hof-)Asscssor des Oberlandgerichts zuHeiligcnstadt, starb aber schon mit ihrem neugebornen Söhn-lein, 18. April 1742 und wurde, nach dem Kirchenbuche zu Wahl-hau scn, in das dasigc Erbbegräbniß (unter der Kirche) beigesetzt.Ihr folgte bald am 5. November 1748 ihr Schwiegervater, deralte Herr von Unterst ein im 89. Jahre (nach dem Kirchenbuchvon GerberShauscn) auf seinem Auszugs-Sitz zu Born Ha-gen und wurde am 10. Nov. „solennitor nach Gerbershausen ge-bracht und in die Kirche begraben."
Sein Enkel, der Sohn seines ältesten Sohnes, Carl Wil-helm, war hessischer Forstmeister in Homberg, wo bei einerJagd bei Ziegen Hain die unglückliche Entladung des Gewehrseines fremden Dieners ihm die beiden Beinknochen zerschmetterte,woran er am 20. November 1771 starb und seine Wittwe am26. Nov. vom Landgrafen Friedrich II. eine Pension von 100Thaler erhielt. Sein einige Monate nach seinem Tode gebornerSohn Carl, war Minister des Innern in Cassel, erhielt am 28.Nov. 1839 vom Kurprinz-Mitregenten von Hessen das Großkreuzdes Hess. Goldenen Löwen-Ordens und vom König Friedrich Wil-helm von Preußen durch Diplom vom 31. Januar 1840 für sichund seine eheliche Nachkommen die Freihcrrn-Würde, und vereinigtespäter die in 4 Theile getheilten Güter seines Urgroßvaters.
2. Werner Ludwig. (Tafel 14).
Der 2te Sohn des alten Herrn, Werner Ludwig, warhess ischer Rittmeister der Cavallerie in Ziegen Hain, zog sich alsMajor nach der Gütertheilung auf Unterstein, in das ihm zu-gefallene sogenannte alte Haus zurück, war 1752 Ritterschaft!-