Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
749
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18. Jahrhundert.

chung des französischen Kaisers ck 6. Wittenberg 23. Oct.1806 das Eichsfeld, nachdem es 4 Jahre preussisch gewesen,in Besitz genommen und vom französischen kouvm-nement inErfurt am 25. Nov. mit einer Contribution zu 460,000 Thlr.,5155 Zentner Walzen, 1718 Zent. Roggen, 103,vgl MetzenHafer, 22,909 Z. Heu und ebensoviel.Stroh belegt. Fruchtund Heu wurde erlassen. Zu der Contribution mußten diePfarr-Zensiten zu Höh engandern und Arcnshausen 37Thlr. 17 ggr. 8 pf. die Gemeinde Hohengandern 1113Thlr. 16 ggr. geben."

»Am 4. und 5. Oct. 1813 ließen sich dahier die ersten Co-sackcn sehen. Am 13. Nov. und folgenden Tagen kam täglichrussisches Fuhrwerk und wurden Cosacken und Solvaten einquartiert,blieben oft 2 Tage, frische Truppen kamen hinzu, so, daß sich dieAnzahl manchmal auf 200300 belicf. Auf dem Felde wurdenmehrere große Feuer angemacht, wozu die Fuhrknechte das Holzund Stroh von den Höfen und Zäunen holten. Dem AckermannJacob Meister wurden bei dieser Gelegenheit 2 Pferde gestohlen.

Am 30. Oct. 1813, Nachmittags gegen zwei Uhr, kamen500 Schwedische Husaren (aus Schonen) dunkelblau mit fahlemPelze und gelben Schnüren ausgeschlagen, mit 700 Pferden. IhrObrist Trott, ein Major und zwei Adjutanten logirtcn auf derPfarre. Ihr Aufenthalt bis 1. Nov. hat der Gemeinde viel ge-kostet. Beim Abzug nahmen sie 13 der besten Pferde und 20 fetteKühe mit sich.

Am 13. Nov. 1813 kamen russische Knechte mit 120 Pferden,welche die Leute, bei denen sie einquartiert waren, bis zum 16tcnmit Fressen und Saufen, vorzüglich an Branntewein (die Kannegalt 16 ggr.) sehr hart mitgenommen, bis die Bauern ihrer müdesie mit blutigen Köpfen und tüchtigen Schlägen aus dem Ortehinausprügeltcn. Kaum waren sie weg, so kamen Cosacken undCalmuckcn und man befürchtete großes Unglück; gleich nach ihrerEinquartierung mußten sie zum größten Trost und Freude der Ge-meinde wieder abmarschieren. Nach erfolgtcr Anzeige obigen Vor-gangs bei dem Commandanten in Heiligenstadt geschahe weiter