Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
742
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IS. Jahrhundert.

Vetter Herman Christian zu Rotenbach die Leitung dieserAngelegenheit übertragen. Neben dieser Sache brachte der indessenausgebrochene Krieg noch eine andere Last. Zum Dienst der hohenMitten Armee verlangte die Regierung am 26. Apr. 1766, 50Proviantknechte, wozu das Hanstein. Gesammricht ö Mann geben,solche den 29. Apr. nach Heiligcnstadt in marschfertigem Standgeliefert werden sollten, damit sie den folgenden Tag den Marschnach Cassel antreten könnten. Der Sammtrichter Müller for-derte daher die Gerichts-Unterthanen, die mit Pferden umzugchenwüßten, auf, sich dazu gegen die in dem gedruckten Ausschreibenenthaltene tlonckitiomzs freiwillig zu stellen, oder die Gemeindensollten sich dazn vereinbaren.

Der Streit in der Familie 1753 und der bald darauf aus-gebrochene 7jährige Krieg mochte alle persönliche Zusammenkünfteder Familienglieder verhindert haben. Zuerst findet sich wiedereine Einladung zu einer Confcrenz von Joh, Carl Friedrichvon Oberstem vom 9. Aug. 1761, von der sich aber I. R.Mordian zu Wahl Hausen entschuldigte, weil er wegen derfast beständigen Durchmärsche der Franzosen keine Stunde aus demHause seyn könne, und die auch nicht gehalten zu seyn scheint. Aufdie Vorschläge des Seniors Werner Ludwig von Unter st ein14. Sept. 1764, kam endlich eine Zusammenkunft an diesem Tagezu Bornhagen zu Stande, worin die Betreibung der Sachengegen 2 Jnquisitcn, Hottenrodt und Wechtel, dem RichterMüller ernstlich aufgegeben und weiter beschlossen wurde, daßdie Lehngeldcr von den Gesammtmühlen repartirt und jedem Prin-zipal sein Quantum gesandt über die durch Fuhren, enormeEinquartierung, Erpressung, Fourage-Lieferungen w. ruinirte Güterund Unterthanen gnädige Remedur gesucht werden solle, wie solcheder König von England seinen Landständen ertheilt. Wegen Mu-then der Lehen wurde das Nöthige' verfügt, so wie wegen Wieder-aufnahme der Beschwerde über das entkommene Gut Ludolfs-hausen im Hannöverschcn, von dem am 27. März 1765demLehnschreiber Sontag gesagt worden war, daß dasselbe jetzt einemBürger in Göttingen, dessen Vorfahren es vom Herzog von