Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
143
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15. Jahrhundert.

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des Probstes (Urkb. 228), durch den Dechant in Hciligenstadtveranlaßt worden, gut zu sprechen und mag dadurch in die Strafedes Bannes gekommen seyn. In diesem Schreiben sowohl als indem letztern kommt nach dem Namen Lippolts v. H. stets derZusatz: „sccligcr," zum Beweis, daß der Kirchenbann schon gelößtwar, oder vom Probst nach der erfolgten Bürgschaft schon für ge-lößt gehalten oder von ihm geglaubt wurde, daß der irdische Kir-chenbann ihm in jenen Räumen nicht Schaden bringen werde. DieseBegebenheit beweist auch, wie der damalige Llerus seine Strafge-walt benutzte, sein irdisches Vermögen zu vermehren und wie erdurch seine Verbindungen Mittel fand, seine Zwecke zu erreichen.

Zwei Jahre später, 1444, finden wir den Johan v. Ren-gelrodc, Probst zu Jcchenburg wieder mit Werner v. Hanst.(Tafel 9) dem nachhcrigcn Ritter, in einer Urkunde. Vorher schonwaren, wie es darin hcist., Zwietracht und Irrungen über den be-rühmten Sanct-Gehülfensbcrg bei Gros-Töpfer an der hessisch.Grenze, und über dessen Landeshoheit und Eigenthum ausgebrochen.Der genannte Probst, dann Caspar Zwigkalb Senger derSanct-Sevcrskirche zu Erfurt, Johan Müutzer Domherr zuDorla, Werner v. H., Tyle Wolf und Curt v. Worbessebezeugen auf ihren Eid in einer Urkunde am Sontage Ueminiseerö(8. Merz) 1444, (Urkb. 236) daß der verstorbene Herr PeterEchter, Domdcchant zu Mainz, auf besondern Befehl und Geheißdes Kurfürsten, nachdem er die betreffenden Urkunden gelesen, zuRecht gesprochen und entschieden habe:daß das Gericht stuf St. Gehülfcnsberge unserm gnädigenHerrn von Mainz, seinen Nachkommen und Stift — das Ei-genthum des Berges St. Gehülfens den Jungfrauen und demGottcshause zu Annerode zustehe.

Mehrere Jahre später war Ger lach Brudegam Vicariusin Rimpach, dem Dörfchen unter der Burg Hanst ein auf des-sen nördlicher Seite, oder, wie er in der Urkunde von St. Elisa-beth der heiligen Frau (19. Nov.) 1453 (Urkb. 250) genanntwird, //Vicarius des Altars St. Johannis des Evangelisten und,,St. Katharincn gelegen in der Kirchin in dem Rimpach, dessen"Lehnhcrr jetzt der gestrenge Junghcrr H einrich von Hansteyn