tZ. Jahrhundert.
die noch vor dem Friedcnsabschluß ein Ende nahm. Zu dieserZeit war noch die Burg wohl erhalten, wie Merians TopographieTh. 7. S. 16 Mainz, Trier und Cöln 1646 ihr Bild enthält,das von dem Magister Joh. Flucke, Pfarrer in Udra, unterdem Kurfürsten Johann Philipp, welcher 1673 starb, entwor-fen war. In der Mitte des folgenden Jahrhunderts, 1749 und1750 wurde die Burg bis auf die verfallene St. Michälis-Capelleabgebrochen und die Steine zu Erbauung des neuen Amthausesin einem Viereck mit eingeschlossenem Hofe verwandt '(Wolf rc. I.S. 98), das unter der obersten Berghöhe auf einer kleinen Ebeneüber dem Dorfe errichtet wurde, wo schöne Gartenanlagen dieWohnung des Beamten umgeben und fruchtbare Felder nach derOstseite sich abdachen. Unter Preußens Regierung, wo das AmtNusteberg aufgehoben und mit dem Stadt- und LandgerichtHeiligenstadt vereinigt wurde, kam dies Haus mit dem obernBerge in Privathände des Grafen von Keller, hernach mit demehemaligen von Hopfgartenschen Gute St ein häute rode in diedes Präsidenten von Kaisenberg, der die westliche Seite desBierecks abbrechen, den Hof öffnen ließ und den Garten mit an-liegendem Grundstück vergrößerte und verschönerte, und die obereBerghöhe durch Pflanzungen und allerlei Anlagen in einem Parkverwandelte, aus dem man von allen 4 Seiten eine reizende Aus-sicht genießt, die nach Norden der Brocken mit seinem Brockenhausund links die Hübe bei Einbeck begrenzt. Durch diese Veränderungsind aber auch alle Maucrrcste bis auf ein Stück Mauer der altenSt. Michälis-Burg-Capclle verschwunden, an welchem der letzteBesitzer einen Thurm hat aufführen lassen, um das schöne Rund-bild auf einer Stelle zu übersehen. Jetzt ist diese Besitzung mitdem benachbarten Steinhäuterode das Eigenthum eines Eng-länders, der den steilen Zugang durch das Dorf bis zu seinerWohnung zum großen Nutzen der zum Theil armen Dorfbewohnerdurch einen guten Weg zugänglich gemacht, und den Garten vordem Hause mit einer Menge von ausländischen Bäumen und Zier-pflanzen geschmückt hat, da, wo auf einem freien Platz, sonst derSpende Hof genannt, der fromme Erzbischof von Mainz, wenner sein entferntes Eichsfeld besuchte, seinen und den Armen aus