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2 (1857)
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Miterleben rc.

Wir haben in dem ersten Theil dieser Geschichte den Wohnsitzdes Geschlechts der von Hanstcin, die Erbauung der alten Burg,von der sie den Namen führten, Md ihren Länderbcsitz näher be-schrieben, wir haben ihre mannigfache Lehngüter, mit denensie von sechs verschiedenen Lehnherrn, von Mainz, Fulda, Braun-schwcig-Lüneburg, Hessen, Thüringen und Sachsen und von denGrafen von Schwarzburg belehnt waren, kennen gelernt wirhaben gesehen, wie diese Güter und Waldungen und mit ihnenihre zinspflichtigen Coloncn in ihren dielen Dörfern, unter die zahl-reichen Nachkommen des Geschlechts sich vertheilten wie sie diealte gemeinschaftliche Burg, die ihnen in der Zerrissenheit der ZeitSicherheit gewährte, nach und nach verließen, und auf ihren Gü-tern einzelne Ansitze erbauten, um die Läuderei besser benutzen zukönnen wie sie aber auch ihre After-Vasallen in den angren-zenden Ländern Hessen und Hannover und anderes Vermögen undGerechtigkeiten als Gemeinschaft beibehielten, um ihre gemeinschaft-liche Ausgaben zu bestreiken und die Stamms-Gemeinschaft ihrenNachkommen zu erhalten, die durch den Geist der Zeit und dieneue Gesetzgebung, die er erzeugte, nicht wenig verkümmert wurde.Wir wollen nun in dem Folgenden den Ursprung dieses alten Ge-schlechts, noch ehe dasselbe den jetzigen Namen führte, zu entdeckensuchen und werden ihn in einer höhern BeamtemFamilie antreffen,die in dem Amte der Vicedomc des Erzbischofs von Mainz, daskleine vom Mutterlands entfernte Eichsfcld verwalteten, auf derBurg Rusteberg hausten und welche im 12. Jahrhundert in denUrkunden als Zeugen vorkommen. (Urkb. 26.)

Wir werden dann die Bekanntschaft von mehreren Personendieses Geschlechts machen, welche sich durch ihre Ritterlichkeit, oderim geistlichen Stande, im Hofdienste oder als tüchtige Soldatenund besonders zur Zeit der neuen evangelischen Lehre, in der mu-thigen Beharrlichkeit und kühnem Verfechten ihres reinen Glaubensauszeichneten, den sie auch ihren Nachkommen und Mitbrüdern derRitterschaft mitten unter den katholischen Einwohnern erhieltenund werden ihre Verbindungen mit der hochherzigen Elisabeth vonBraunschweig und dem großmüthigen Philipp von Hessen kennenlernen.