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Friedrich V. von der Pfalz, Haupt der protestantischen Union,hatte im August l 6 l 9 die von den protestantischen Insurgen-ten in Böhmen ihm angetragene böhmische Königkrone ange-nommen und dadurch sich in Kriegstand gesetzt wider denrcchtmäsigen Nachfolger des letztverstorbenen böhmischen Kö-nigs Matthias, den kurz vorher zum römischen Kaiser erwähl-ten und gekrönten Ferdinand II. Der neue Kaiser hattemit dem König Philipp III. von Spanien und den: Her-zog Maximilian von Bayern, dein Haupt der katholischenLige, ein Kriegbündnisi geschlossen wider Friedrich V. und dieInsurgenten in Böhmen, Schlesien, Mähren, Lausiz, Ober-östreich und Ungarn. Der spanische niederländische GeneralMarquis Ambrosio Spinola war in: Juli l 620 mit 24,(1 <10Mann in die Rhein- oder Unterpfalz feindlich eingerückt, undder zum böhmischen König erwählte und gekrönte KurfürstFriedrich V. war, nach der entscheidenden Schlacht auf den:weissen Berge bei Prag (8. Nov. 1620), zur Flucht in dasAusland genöthigt, bald nachher (22. Jänner 1621) auch indie Reichsacht erklärt, und deren Vollziehung den: HerzogMaximilian von Bayern aufgetragen worden. Endlich warddiesem, zur Belohnung der dem Kaiser geleisteten ausserordcnt-lichen Dienste, auf einem (1623) zu Regensburg gehaltenenso genannten Kur- und Fürstentag, ungeachtet der Nichtein-willigung von Kursachsen und Kurbrandenburg und des Wi-derspruchs der pfälzischen Agnaten sogar die Pfälzische Kur-würde nebst dem ReichsErztruchsesscnamt übertragen, anfangszwar nur für seine Person, mit Vorbehalt der noch zu erör-ternden Rechte der Kinder und Agnaten des geächteten Pfalz-grafen, später (zu Anfang des Mai 1628) aber, unter derBenennung Kurbayern, auf den ganzen Wilhelmischen Stammdes Hauses Wittelsbach. Der Kaiser ging noch weiter; ergab dem neu ernannten Kurfürsten von Bauern, welcher dievon ihm für Ferdinand aufgewandten Kriegskosten auf drei-zehn Millionen Gulden berechnete, wofür ihm Oberöstreich