106
willen von 1594, sind sieben und fünfzig Rittcrmäsige ohne"von" namentlich aufgeführt I; auch "Graue Ludwig vonLowenstein" ist in dem Aufgebot genannt. Unter 1l7" Pfäl-zischen Edelleuten", welche ein "Aufgebott - Register widerMayntz" von 1494 benennt^), find sechs und dreisfig ohne"von". Ohne Vorsetzung eines "von" schrieb sich auch dieAugsburger altadeliche Familie Welser I, aus welcher dieschone Philippine Welser, Tochter Franz Welser's und einerFrciin von Zinnenberg, abstammte, deren lang geheim ge-haltene Vermählung mit dem Erzherzog Ferdinand von Oestreich,um das Jahr 1559, grosse Aehnlichkeit hat mit dein EhcfallFriedrichs des Siegreichen.
Diese Beispiele mögen genügen zum Beweis des obigenBehauptungsatzes. Leicht lassen sich dieselben in Menge ver-mehren aus Urkundensammlungen, Ritterschaft- und Vassallcn-verzeichnisscn, Rüxnerischen und andern Turnierbeschreibungenu. d. m.
1) Reichsstandische Archival - Urkunden und DueumunUl ,,ä caus-nne^uesliem (Regensbnrg 1750. Fol.), Th. I, S. 570— 578.
2) Ebendaselbst, S. 580 ff.
3) P. v. Sketten, der jüngere, Erläuterungen der in Kupfer ge-stochenen Vorstellungen aus der Geschichte der Reichsstadt Augs-burg (Augsb. 1765. 4.), S. 118 ff.
4) Man sehe die angef. » Reichsstandischcn Archival-Urkunden ", Th. 1,S. 24, 349, 351, 352 u. 592. I. G, Ester, auserl. kleineSchriften, Bd. I, S. 862 ff. Mader reichsritterschaftlichesMagazin, Bd. I, S. 454. I. G. Widder, Beschreibung derKurfürstl. Pfalz am Rheinc, Bd. IV, S. 468. F. G. A. Schmidt,Beitrage zur Geschichte des Adels (Brauuschw. 1794. 8.), S. 151 ff.Cph. v. Remmel, neuere Geschichte von Hessen, Bd. I (Cassel>835. 8.), S. 30.