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Die eheliche Abstammung des fürstlichen Hauses Löwenstein-Wertheim von dem Kurfürsten Friedrich dem Siegreichen von der Pfalz, und dessen Nachfolgerecht in den Stammländern des Hauses Wittelsbach
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wegung behend, die Haltung majestätisch. Zwei treffliche Fülncrund Lehrer machten sich vorzüglich um ihn verdient, HansErnst Landschad von Steinach, spater Domcustos zu Speier,und Mathias, ein Geistlicher aus Kemnat in der Oberpfalz,der ihm nachher, sein ganzes Leben lang, als Hofcaplan undtreuer Freund allenthalben, selbst auf seinen Feldzügen, zurSeite stand, und dein er unter vielem Andern seine Borliebefür römische Classiker verdankte. Die Kriegskunst erlernte erdurch Uebung in den Feldzügen seines Bruders, des Kur-fürsten, als derselbe (1439) im Elsaß über das französischeHeer siegte, dann in dem Reichskrieg ander Frankreich ( l4441445), wo der Bruder das Reichsheer als Oberfcldherr be-fehligte, und in dessen Krieg wider die händelsüchtigen Grafenvon Lüzelsiein (1447). Als Jüngling schon hatte er durchProben der Tapferkeit und Feldherrnkunst seine Spornen ver-dient.

Des Vaters JmmobiliarNachlaß, insgesammt begriffenunter dem Wittelsbacher allgemeinen HausFideicommiß, be-stand aus den Kurländern sammt Zugehör, und aus pfalz-gräflichen Nebenländcrn nebst Zugehör. Ludwig, als Erst-gebohrncr, folgte in den Kurländern und der Kurwürde.Für die Nebenländer hatte der Vater in seinem Testamentvon 1427 eine Theilung verordnet. Bestimmte Landestheileerhielt Ludwig, der Erstgebohrne. Friedrich und Ruprecht,als Nachgeborne, erhielten die übrigen in Gemeinschaft; Ru-precht trat seinen Antheil an Friedrich ab^).

Sehr ansehnlich war Friedrichs Landesportion, auf beidenSeiten des Rheins, meist neue Erwerbungen und Pfandschaften.

1) Kremer's angef. Geschichte ic., S. K und 33, Note 1. Spätererhielt Ruprecht, durch den mit Friedrich geschlossenen Apanage-Tractat v. 4. Febr. 1453 und dessen Erläuterung v. 13. Sept.1456, noch eine besondere Abfindung. Ebendaselbst, S. 52.