Druckschrift 
[Text] (1875)
Entstehung
Seite
CXXXVI
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Lief. 30. XL.

Das Trachtenbild aus der Thiersage:

Der Wolf auf dem Throne":

It. des Kungs von Mattembrion librey oder gefelfchaft fo er fine here vnritern gibt ift ain Ochf den tragencz fchon (schön) von gold gemacht/vornd an jren höbter / fchribt Johans von mandefilen (Johann von Mande-ville, f 1372 zu Lüttich) vnd marco polo (Marco Polo, f 1323 zu Venedig) baidlan tfarer."

Erinnert an die Fabel vom Urstier (bos grunniens). Zu Miakur in China in einer grofsenPagode stand auch dieser Stier, von massivem Golde gebildet. Nach Berichten Holländischer Gesandt-schaften findet eine wunderbare Uebereinstimmung von der Fabel des Chinesischen Urstiers mit demPersischen und Elgyptischen statt.

Vollmer, Wörterbuch der Mythologie aller Nationen, Stuttgart, 1836. P. 1523.

Unserem Versprechen gemäfs s. oben Anmerkungen, p. IX. verehren wir unseren undden Freunden des alten Grünenberg zum Schlufs aus dem Münchener Pracht-Codex hier noch zwei Tafeln,welche sich in Betreff der Ausführung wesentlich von den Blättern des Original-Codex unterscheiden.

Lief. 30. No. CC.

Copie aus dem Münchener Pracht-Codex:

Die Turnier-Königinnen.

Grünenberg hat in seinem Wappenbuche die aus den alten Waffenbrüderschaften hervorgegan-genen Turniergesellschaften nicht nur mehrfach erwähnt, sondern auch den zwölf bekanntesten, Reichs-ländischen, ein besonderes Blatt gewidmet. In der Ueberschrift desselben sagt er:

Das fein die Zwelff turnyr geselfchafftn der vier land, Schwaben Frangken Reinlendervnd Bayern"

und bemerkt dazu:

Item zu wifsen das die Löblich geselfchafft zu Franngken gehaiffen jm Spenniche denTurnyr Erdacht vnd Erfunden vnd den Erftn gethann habenn."

Womit er diesem Bunde der Spengler vielleicht zu viel Plhre erwiesen hat.

Unter Bezugnahme auf unsere Abhandlung über Turniere und Turniergesellschaften s. S. XXIX,Lief. 4 bemerken wir, theils zur Ergänzung derselben und theils zur Erklärung des vorliegenden Blattes,noch Folgendes.

Nach Rüxner's Turnierbuch wurden von Herzog Conrad auf dem Zweiten Turniere zu Rothen-burg in Franken für die vier Reichslande Vier grofse Turniergesellschaften angeordnet, an deren SpitzeTurniervögte standen, welche aus den Reichsländischen Fürsten gewählt wurden. Rüxner nennt dabeidie Gesellschaften vom Schwan, Löwen, Winde, vom Falken, Steinbock, Leithund, Greiffen, vom Einhorn,Esel, Bären, ferner die Gesellschaften vom Pfauen, Fisch, Bracken, Kranz oder von der Krone, von derFürspang und vom Wolff.

Grünenberg kennt nur zwölf Gesellschaften:

1) vom Bären,

2) vom Kränzli,

3) vom Winde,

4) den Spaenglerbund,

5) die Bayern,

6) vom Steinbock,

7) vom Einhürn,

8) vom Esel,

9) vom Leitbracken,

10) von der Krön,

11) vom Falken,

12) vom P"isch.

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