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2 (1855) Geschichte
Entstehung
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welcher in demselben Werke S. 1k die dazu gehörige Urkunde dcö Bischofs abge-druckt hat. Bei uns Quellen S. 39. In spätern Zeiten, wo die Krcuzzüge Gele-genheit zu ruhmwürdigen Thaten boten, erweiterte sich der Inhalt des Wappens,indem über das innen befindliche silberne Feld ein Turnierhelm gestellt wurde, dessenDecken schwarz und silbern sind und über welchem wiederum ein bis zu den Hüftenherab dargestellter geharnischter und mit „orientalischer Mütze" versehener Mann mit„Knebelbart" und ohne Arme zu stehen kam. Außer dieser Erweiterung haben dieseWappen noch eine Veränderung, nämlich au die Stelle der eisenfarbigen Helmefensgnötte«) traten drei „orientalische Mützen," wie die des ncuangebrachten „Orien-talen." So scheint das 8iKilI»m V-nckolpii üetellwät von 13591), das wir unterklK, VII. mittheilen. Doch erhielt sich auch noch diese Form, daß der Manu eben-falls eine cusyuotte trug und dann auch im silbernen Felde die 3blieben, jedenfalls eine Fassung, die ebenso gcschichtswidrig ist, wie die unter ViA. VII.

Wenn man die Mützen für orientalisch nahm, lag die Vermuthung nahe genug,daß jene Mützen eine Erinnerung an tapfere das Geschlecht zierende Thaten imOriente sein und der armlose Mann einen besiegten Orientalen bedeuten solle.Diese Veränderung datirt llörselielmnnn getrost „von dem Krcuzzuge, demKertli im 13. seculo beiwohnte", wenn sich auch die Thatsache selbst nicht nach-weisen läßt.

Die Mannsfeldische jetzt aber ausgestorbene Linie führt über dem Helme dreiStraußenfedern 2).

I-utowus „vom Adelstande" hat im Schilde drei Kcssclhüte und auf dem Helmeeinen solchen Hut mit drei Straußenfedern.

Ein Vieckekerii von Vrimanstorf hatte ein Siegel mit den drei runden kcsscl-förmigeu Helmen der Ketclhodte, welches an einer Urkunde des Klosters Doberanvom 8. I'ktei'8 und ?auls Abend 1345 hängtch.

Nun muß ich noch eines sehr interessanten Siegelabdruckes Erwähnung thun,den ich in unserm Archive vorfand. Es ist dies das Kctclhodtische Wappen mit den3 Mützen,- aber über dem Helme schwebt ein geflügelter Engel, der mit beidenHänden einen Hut in der Form eines Kessels an dem darüber befindlichen Bügelhält. Dieses Siegel soll von ?«ter I(k88eliiutli herrühren, der als Majorin kaiserlichen Diensten in einer Bataille gegen die Türken geblieben ist.

>) lw iiiouiuu. ineck. rar. t-erm. IV. Ial>. IX., miin. 47,

°) Zcdlcr a. a- O.

2) I.i!>cl>, Hahn I. S. 49.