Druckschrift 
1 (1858)
Entstehung
Seite
236
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lAn^ister oliiiiiv in Neuhof, 5 Älii^iMros cniri»« iil Robe undanderwärts, einem ehemaligen Abte, einem Mühleumeistcr, einemPleban in Zarbcn, vier Kanoniker in Belbuck, sieben Hand-werksmeister im Kloster nnd noch eine Anzahl anderer beamte-ter Brüder, nnd doch enthält dies Verzeichnist nicht einmal allezum Kloster gehörigen Höheren nnd Vorsteher.

Die Sorge der Regentschaft in geistlicher und weltlicherBeziehung lag dem Abte nnd dem Prior ob, in solcher umfassen-den Thätigkcit wird nnS denn anch Abt Nieolanö urkundlich1466, 1467 und 1473 bekannt. Zwischen den Treptowern, fürdie fast immer die Acbtc Parthei nahmen, nnd den Grciffcn-bergcrn hatte eine fast hundertjährige Fehde wegen geringfügi-ger Gerechtsame bestanden, sie war einstweilen durch den altenKönig Erich geschlichtet worden; unter dem Abte, nnserm Ni-cola« s, entbrannte jedoch die Fehde mit den Greiffenbcrgernim Bündniß mit dem Grafen Eberstcin zu Massow undNangardt von Neuem, nnd dauerte durch Plündernngszüge ingegenseitiges Gebiet mehrere Jahre fort, ohne znm Ende ge-führt zu sein, es waren immer nur Rnhepnnktc eingetreten.

Anch mit den benachbarten Kolbcrgern hatte NicolanSMißhclligkeitcn. Diese überzogen 1465 feindlich das Kapitel,vorgeblich um ihre abgesagten Feinde, die sich dort verborgenhielten, aufzusuchen, machten eine Anzahl Gefangene nnd führ-ten außer den Waffen allerhand Gcräth nnd Pferde mit sichfort. Herzog Erich über diesen Frevel erzürnt, gebot derStadt, den Raub zurückzugeben, doch gelang es erst den Be-mühungen der Ritterschaft der Städte Stolpe, Rügenwaldc,Schlawe nnd Belgard, die Fehden beizulegen nnd den 15. Ja-nuar 1466 einen Vergleich zwischen Kloster nnd Stadt Colbcrgzu vermitteln, der beide Theilc zufrieden stellte. Kelberg wareine der trotzigsten und unruhigsten Städte, gestützt auf Reich-thum nnd eine kriegserfahrene Bürgerschaft hinter starkenMauern, war es nicht nur jeden Augenblick bereit sich gegen