Druckschrift 
1 (1858)
Entstehung
Seite
237
Einzelbild herunterladen
 

seinen Bischof in Camin aufzulehnen, sondern auch in häufigerFehde mit der Nachbarstadt Cöslin und dem angesessenenAdel. Bedeutenden Gewinn brachte Nico laus dem Klo-ster durch einen Tausch mit Jost Wachholtz, der seine um-fangreichen Guter und Gerechtsame gegen geringe belasteteüberließ. Geschlossen wurde der Vergleich Sonntags vor Bar-tholvmaci (23. August) 1467 tomme Wachholte, (Wachhvltzha-gen) unter Vermittelnng Joachim'S und Hans Borcke,Roloff's und Slaweke von Zastrow, Hans Kellersund anderer. Die Sage bringt, den bei der Wischowcr Kirchestehenden alten Stein mit diesem Tauschvcrtrage in Verbin-dung. Im Jahre 1473 hielt sich Herzog Erich mit vielenEdlen im Kloster ans und der Abt Nico laus erhielt nun dieBestätigung dieses Tausches und anderer Privilegien. WannNico laus gestorben, bleibt unbekannt, wahrscheinlich ist erans seinem Amt geschieden, und hat sich ans seinem bewegtenLeben in die Stille des Klosters zurückgezogen, denn schon 1475wird sein Nachfolger im Amt genannt; es war sein Ver-wandter tu).

§ 7. Conradus von Winterfeld. Herzog Bo-guSlav X. nennt ihn 1485 in einer Urkunde „den Erwirdi-gen in gott Herrn ConradnS Abbct nnserö Klosters to Bcl-buek"; sowie die Acbte selbst sich „Wir von GottcS Barmherzig-keit" nannten. Conradus kommt urkundlich 1475, 1477,1486, 85, 89 und 1496, vor, er nennt sich Vetter des Bur-khard ans Wintershagen, eines Sohnes deS ClauS Z 4,dessen trauriges Geschick uns die nachfolgende Urkunde berich-tet; wir halten ihn deshalb für einen Sohn deS Peter § 5,den wir als Bruder des Claus angenommen haben. Con-rad war nicht minder kriegerisch als sein Vetter und Vorgän-ger im Amte, wie uns die langjährige blutige Fehde beweist,die er und seine Freunde, die uns leider nicht genannt sind,gegen die Schlawer und ihre Verbündeten fochten, die in ruch-