Mgememes ak Einteiüulg.
L^ie Geschichte eines Geschlechts, das durch mehr als sechsJahrhunderte schreitet, gleicht der des Volkes und des Landes,zu dem es gehört, mit dem eS durch die innigsten geistigen undmateriellen Interessen verwachsen ist, die eine ist das Spiegel-bild der andern. Das alte Geschlecht tritt gleich seinem Volkeaus unbekanntem Dunkel hervor, und theilt sein Ringen undsein Streben, sich zur Geltung zu bringen und eine Macht-stellung zu gewinnen; eS erlebt gleich ihm alle Entwicklungs-stufen, Zeiten des Glanzes und Zeiten der Roth und des Trübsals.
Es gewährt einen cigentbümlichen Reiz, ein Geschlecht vonGeneration zu Generation zu verfolgen, und es giebt dies einStück Geschichte, denn nicht bloß die Fürsten bilden dieselbe,sondern auch die alten Adelsgeschlechtcr, die bei ihnen zu jederZeit gestanden, die in ihrem Rathe gesessen haben und ihreSchlachten geschlagen. Die Geschichte solcher Familien ist un-verkennbar nothwendig zur Vollständigkeit und Lebendigkeit einerVölkergeschichte, und je mehr hiervon erforscht wird, je mehrhier die Quellen aufgesucht werden, umsomehr wird für dieErkenntniß deS Allgemeinen geschaffen.