wieder gesicherten Christenthume zog auch deutsche Sitte einund deutsche Städte wurden durch Borwin I. gegründet unddas Bürgerthum besonders gefördert als er 12t8 mit seinenSöhnen die Herrschaft getheilt hatte. Die Wiederherstellungder Klöster und der Stifte begann und der deutsche Adel zog,wenn auch noch vereinzelt, ein. Als Borwin !. 1227 starb,waren ihm seine beiden Söhne bereits vorangegangen, es folgtenihm daher in der Negierung seine vier Enkel, die, nachdem siemündig, sich 1229 in der Art in das Land theilten, daß derälteste Johann und der jüngste Pribislav mit dem LandeMecklenburg und dem Lande Parchim die westliche Hälfte über-nahmen; der zweite, Nico laus, und der dritte, Heinrich, dieöstliche Hälfte, welche beide sich 1231 dahin ausglichen, daßNicolaus das Land Werte und der dritte Rostock im engernSinne erhielt. Später gab es nur die beiden Hauptlinien:Werle, wozu hauptsächlich der Süden auch mit Parchim ge-hörte und das engere Mecklenburg. Mit dieser fürstlichenLandcscinthcilnng beginnen alle ucucrn Staatsverhältnissc undseit dieser Zeit durchdringt vollständig der deutsche Geist diealten Verhältnisse, der deutsche Adel kommt zahlreicher ins Land,der einheimische schon christliche, den das Schwert noch verschonthat, verwandelt sich durch Annahme fester Familien-Namen,deutscher Vornamen und deutscher Sitten dem Wesen nach sovollständig in einen deutschen, daß selbst in den Fällen, wo derdeutsche nach erworbenem Besitz einen neuen Namen angenommenhat, die Abstammung oft unentschieden bleiben muß, wenn nichtzufällig Urkunden darüber Gewißheit geben. Bei weitem aberdie meisten der Einwanderer brachten einen bereits gesichertenFamiliennamen mit; den wir häufig in den benachbartenNiedersächsischcn Gauen, insbesondere in der überclbischen voneinem sehr zahlreichen Adel bewohnten Nordmark wieder finden,seltener in dem entfernteren Deutschland; aus diesem zogen sieweiter und bevölkerten die entfernteren Ostseeküsten, sowie denn
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten