Druckschrift 
1 (1858)
Entstehung
Seite
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der Adel Lievlauds und Eurlands wesentlich wcftphälifchen Ur-sprungs ist. Die ersten Ankömmlinge waren begreiflicher Weisenicht die erstgeborenen Söhne, nicht die Erben einer Familien-Herrschaft, die ihr Glück mit dem Schwerte suchten; sondernjüngere Söhne, die ohne geräuschvolle Vorbereitung zu Roß,begleitet entweder von einem einspännigen Knechte over alsvolle Gleve, mit einem adelichen Jungen als Aufwärtcr, dembekannten Rufe ins Wcndcnland folgten, und hier unbemerktdie Ahnherrn vornehmer Geschlechter wurden. Sie wurden aberauch gerufen nicht aus Vorliebe der jungen Fürsten für dasdeutsche Element, sondern durch das Gebot der Nothwendigkeit,die gesunkene Wehrkraft des Landes wieder herzustellen, undin diesen ihrem Berufe saßen sie denn auch zuerst hauptsächlichauf den landesherrlichen Burgen und festen Schlössern. Einsolches Gebot erging an den Grafen Heinrich von Dannen-berg 1183 mit dem Auftrage, für den Preis des halben Zehntensdas Mecklenburgsche Land Jabel mit deutschen Ansiedlern zubevölkern, wodurch der Grund zur Grafschaft Dannenberg ge-legt wurde, die obgleich anfänglich zum Herzogthum Sachsengehörig, sehr bald ein Lehn der Markgrafen wurde. Der ersteaus der Reihe dieser Grafen war Volrad, ihn treffen wirmit dem Grasen Hermann von Lychow von 1158 bis 1167im Gefolge Herzog Heinrich des Löwen. Sein Sohn H ein-rich zeigte sich 1175 gleichfalls noch am Hoflager jenes Her-zogs, nach dem Sturze desselben 1181 aber bei dem Mark-grafen Otto zu Salzwcdel. 1217 erhielt Volrad III. denFlecken Grabow vom Markgrafen Otto zu Lehn, dem erEtadtrechtc 1256 und das Dorf Karstedt verlieh (2). Ziemlichdie ersten des deutschen Adels die uns im Obvtritenlandeentgegentreten, sind 1221 Lupoldus UrsuS, der Stamm-vater der Behrc, und 1226 Thidericus PaganuS, derAhnherr der Herren von Heyden, welche beide Geschlechter