Druckschrift 
1 (1858)
Entstehung
Seite
80
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unter dem Namen Winterfeld anzunehmen haben, das isteine Frage, die sich für jetzt nur annähernd lösen läßt. Früh-zeitig jedoch muß diese Abzweigung geschehen sein, denn Mi-erelius im alten Pommerland berichtet: daß schon 1179 dieWinterfelde aus Sachsen in'ö Land Pommern gekommenwären — welche Behauptung wortgetreu zwar nicht anzunehmenist —, weil eben indem Braunschwcigischen und LüncbnrgischcnLande neuer Aufruhr war, da der verjagte Herzog Heinrichder Löwe sein Land wieder erstreiten wollte. Wie wir spätererfahren werden, war auch schon 1233 der Ort Winterfeldbei Wredenhagen im heutigen Mecklenburg vorhanden, undLisch (so) behauptet, daß die in Mecklenburg eingewandertensächsischen Geschlechter 123V wenigstens in der 2. Generationstehen müßten. Aus der Bestimmung der Einwanderung desGeschlechts in Mecklenburg, welche übereinstimmend mit der inPommern anzunehmen ist, läßt sich wiederum schließen, daßnoch zuvor sie ihren Namen von dem neuen Stammhause inder Altmark erhalten haben müssen. Mit einiger Wahrschein-lichkeit, auch in völliger Ucbereinstimmung mit der Geschichteder Altmark, können wir die Zeit der Einwanderung in die-selbe und die damit verbundene Namensbegründung um dieMitte des 12. Jahrhunderts setzen. Schon um diese Zeithaben wir urkundlich mehrere Glieder des Wolffenbüttel-schcn Stammes kennen gelernt, von denen die vorhandenenUrkunden die später bekannt gewordenen Glieder nicht als un-mittelbare Nachkommen erkennen lassen.

Allem Vermuthen nach hat die Nebersiedelung gemeinsammit den Berwinkel und den Bartensleben stattgefunden,welche letztere jedoch in die Gegend von Salzwedel schon ihrenNamen mitbrachten; wenn eine Zeit zu bestimmen wäre, ließesich vielleicht das Jahr 1171 annehmen, in welchem JahreHerzog Heinrich die Burg Wolfenbüttel belagerte und er-oberte, da mögen wohl Einzelne, Strafe fürchtend, sich entfernt