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1 (1858)
Entstehung
Seite
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Hauptmann. Die Städte der Priegnitz, meist im 13. Jahr-hundert gegründet, erhielten ihr Recht nach den Städten derAltmark, wohl entsprechend der ursprünglichen Heimath derjedesmaligen Bevölkerung des Ortes und der Gegend; so er-hielt Perleberg Salzwedell'sches Recht. Auch die PommerschenFürsten, die sich der christlichen Lehre zugewendet hatten, fingenschon im 12. Jahrhundert an, sächsische Edele und Bauern insLand zu berufen und ihnen ihr, theils wegen häufiger Kriege,theilö wegen Unlust der Slaven zum Ackerbau, wüstliegendesLand zu übergeben.

Die Chronisten nennen unter mehreren sächsischen Edlenauch die Winter felde, die im 12. Jahrhundert in's LandPommern, oder, wie man damals sagte, Slavien, gekommensind. Im Laufe des 13. Jahrhunderts nimmt man schon ur-kundlich eine große Anzahl von Edlen, welche eigentlich in derAltmark, im Halberstädt'schen und Magdeburg'schen ihre Hei-math hatten, am Hofe der Vor-Pommernschen Herzoge, unterderen Vasallen wahr. Größer war die Anzahl derjenigen Va-sallen deutscher Herkunst, von der es sich vermuthen läßt, daßsie im Nckerlande vor dem Jahre 125V ansäßig waren.

An einem andern Orte heißt es: E») Es war eineMaßregel, welche die Erwerbungsart der Priegnitz und derenStellung zu den benachbarten Slavcnländern als eine Noth-wendigkeit mit sich brachte, daß dies Land gleich Anfangs, nach-dem es dem markgräflichen Regimente unterworfen worden,mit einer starken Mannschaft ritterlicher Vasallen, auf derenTreue zu rechnen war, besetzt wurde, woher frühe schon einesehr bedeutende Anzahl von Ritterlehnen in ihr wahrgenommenwird. Von den Familien, die sich im Besitz derselben befan-den, geben sich dem Herkommen nach die v. Mölleudorff,v. Winterfeld, v. Grävenitz, v. Krichelndorff, v.Stendal!, v. Wartenberg, v. Königsmark u. A.leicht als ursprünglich Alt-Märkische zu erkennen; denn noch be-