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Noch heute sind die Namen bekannter Familien, die theilsnoch blühen, theils ausgestorben sind, und sich weit über dieGrenzen der Altmark verbreitet haben, als Ortsnamen in be-deutender Zahl dort vorhanden. Von vielen dieser Familienist ein Zusammenhang mit den gleichnamigen Orten zu er-weisen; da wo Beweise fehlen, solches anzunehmen, in keinemFalle aber zu bestreiten. Belege finden sich in der Geschichteder Altmark von Wohlbrünn, herausgegeben durch denFreiherrn v. Ledebur.
Auch heißt es in einem andern sehr werthvollen topo-graphischen Werke: (is) „Bemerkenöwerth scheint in dieserBeziehung, daß man erstaunlich viele Orte in den neuen bran-denburgischen Ländern findet, welche von früher in der Alt-mark, in den eine Zeit lang mit der Markgrafschaft verbunde-nen Grafschaften Wollmirstädt und Aschersleben undin andern altsächsischen Gegenden vorhandenen Rittersitzen undBauerdörfern ihren Namen empfangen zu haben, also vonBewohnern der ersten angelegt zu sein scheinen. Eben so istes auch mit der bei Weitem großem Zahl der Orte im Groß-herzogthum Mecklenburg-Strelitz, welches durch die Markgrafenim 13. Jahrhundert deutsche Kultur erhalten hat; nicht zu ge-denken der über die Oder hinaus gelegenen Orte." Hierzuin einer Anmerkung werden 97 Orte angeführt, die sich meist3 und 4 Mal in den verschiedenen Provinzen der Kurmarkfinden, fast alle liegen auch in der Altmark.
Unter Herzog Heinrich dem Löwen von Sachsen undMarkgraf Albrecht dem Bären beginnt hauptsächlich dasWerk der Gcrmanisirung der Slaven auf dem rechten Elbufcr.Die heutige Priegnitz und der einem häufigen Besitzwechselunterworfene südliche Theil des Großherzogthums Mecklenburgwaren das erste Ziel der Einwanderung aus der Altmark.Beide Theile, das neue und das Mutterland, blieben lange inenger Vereinigung und standen sogar unter einem Landes-