Druckschrift 
1 (1858)
Entstehung
Seite
32
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mann die Winterfelde sich ihren ersten Lchnbrief 1598unter Churfürst Joachim Friedrich ansgebeten haben, dessenAnfang wörtlich also lautet: „Als vor diesen Zeiten von Unsernlöblichen Vorfahren Unsern Unterthanen und Lehnleuten desadelichcn Geschlechts derer von Winterfcld, so zn demHause Dal min gehörig, keine Lehnbricfe gehabt, sondernnach alter Gewohnheit bei vorgefallenen Lehnsempfahungenallein mit Hand und Mund belehnt wurden." Die erste Hul-digung und Lehnsempsängniß der Vettern des Wintcrseld-schen Geschlechts, welche in den Lehns-Copial-Büchern imGeheimen Staats- und Kabinets-Archiv zu Berlin registrirt ist,fand überhaupt erst 1ö3ö Donnerstag nach Cantate zu Perle-berg statt. Um diese Zeit kamen aber auch erst die uralten Stamm-sitze des Geschlechts von Mecklenburg an das Chnrhaus Bran-denburg zurück. Das Mecklenburger Geheime Archiv zu Schwe-rin enthält aber auch keine älteren Lehnbriefe.

Das Mappen der Mmterselde

ist ein blaues Feld auf einem deutschen Schilde, in welchem einWolf in seiner natürlichen Farbe rechts aufgerichtet — zumRaube bereit — unter dessen Vorder-Füßen eine stehende einmalgebundene goldene Garbe sich befindet. Auf dem gekröntenHelme sind als Helm-Kleinodien zwei gepanzerte Arme mitPanzer-Handschuhen, und zwischen denselben der Wolf desSchildes, jedoch nur wachsend, d. h. halb hervorkommend. DieHelmdecken sind blau und gold.

So wird dies Wappen von allen jetzt Lebenden mit deralleinigen Ausnahme, daß wohl willkührlich statt der Kronezuweilen ein Bund vorkömmt, geführt. In dieser Beschreibungstimmen die meisten Schriftsteller, die sich darüber ausgesprochen