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2 (1896) Von 1649 bis 1856 und Nachtrag von 1432 bis 1827
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über Belzig mangelhaft abgedruckten Urkunden befinden möchten, daneben abersicher auch die Originale vieler Lehnbriefe und zahlreiche Privaturkundeu überEhestiftungen, Testamente, Erbtheilungen, Verkäufe uud Vergleiche, die bei Mit-gliedern dieses Hauses vorgefallen waren.

Glücklicherweise gelang es, schließlich von befreundeten Händen im Interesseder Vervollständigung des Werkes noch einen weitern Zuwachs für dasselbe zuerwerben. So richteten wir unsere Blicke auf das an alten Schriftstückenüberaus reichhaltige Archiv der Stadt Zerbst, dessen Verwalter, Herrvr. Neubauer, sich schon bei Herausgabe des Tagebuches des DomdechauteuMatthias v. Oppen und sonst noch um unser Unternehmen dankbar anzuerkennendeVerdienste erworben hat. Die Annahme, daß bei der Nähe des sehr altenOppeuschen Gutes Seust bei Zerbst das Archiv dieser Stadt mancherlei auf dieBesitzer desselben bezügliche Schriftstücke enthalten könnte, wurde nicht getäuscht,und so zeichnen den Nachtrag eine Reihe älterer Briefe (von 1432 ab) aus,die recht wesentliche und interessante Ergänzungeil bilden. Demnächst konntenauch im Landeshauptarchiv zu Schwerin wegen der Nachbarschaft des Amts-bezirks des Hauptmanns des Landes Ruppin Matthias v. Oppen und bezüglichdes F. Mcckleilburg-Güstrowschen Hofjägermeisters Friedrich Wilhelm v. Oppen, desletzten Besitzers von Kossenblat, Schriftstücke vermuthet werden, deren Ermittelungdem sehr verehrten Herrn Archivar I)r. Saß in Schwerin gelang, welchem derenVeröffentlichung mithin zu danken ist.

Weitere Nachträge von geriugcrm Umfange brachten noch das GeheimeStaatsarchiv zu Berlin, das landstäudische Archiv zu Lübben, das Staatsarchivzu Magdeburg, die Stadtarchive zu Bceskow und Stendal; von gedruckten Werkenkonnte Mehreres aus Meinardus Protokolle des kurbrandcnburgischen GeheimenRuthes entnommen werden. Den würdigen hochinteressanten Schluß des Nachtrageszum Urkuudenbuche haben wir dem Interesse und Familiensinne des KöniglichenPremier-Lieutenants a. D. Herrn H. v. Oppen in Charlottenburg zuverdanken. Er, der Enkel eines der thatkräftigstcn Führer der siegreichen preu-ßischen Truppen im französischen Kriege von 1813 bis 1815, des vielgefeiertenGenerallieutenants Adolph Friedrich v. Oppen auf Alt-Gatersleben undSiede (der sich schon in dem vorhergehenden Decennium in hohem Maße ausge-zeichnet und eine glänzende Laufbahn zurückgelegt hatte), war im Besitze einerAnzahl werthvollcr, den General hochehrender Zeugnisse seiner Zeitgenossen,von Fürsten und Heerführern, Schriftstücke, welche zugleich auch interessante Schlag-lichter auf die damaligen Zeitverhältnisse werfen.

Es sei auch an dieser Stelle dem genannten verdienstlichen Förderer desWerkes, wie den erwähnten Herren Archivaren Or. Saß in Schwerin und vr.Neubauer in Zerbst, daneben noch besonders dem Konservator der Bau-