II
Landbuch der Mark Brandenburg und für die Militairgcschichte die PolitischeKorrespondenz Friedrichs des Großen und Heinrichs äs Luit Memoiren (betreffsdes Königlichen Flügeladjutanten Karl Friedrich V .Oppen und seines Helden-todes), die „Ungedruckten Nachrichten zur Geschichte der Preußischen Feldzügevon 1740—1778" und verschiedene gedruckte (auch ungedruckte) Rangliste» undNegimentsgeschichten.
Man ersieht aus der beträchtlichen Zahl und Verschiedenartigkeit dieserQuellen die ungemeine Zerstreutheit des urkundlichen Materials für die OppenscheGeschlechtsgeschichte, aber auch die Schwierigkeiten, die mit der Ermittelung undBenutzung desselben verbunden waren. Bei der Beschaffenheit der Urkunden ausder in Rede stehenden Periode konnte der Abdruck des vollständigen Textes der-selben nur in beschränktem Maße nothwendig werden.
Neben den vorstehend aufgeführten zahlreichen Archiven wurden indeß nocheinige vermißt und waren bisher noch nicht zugänglich gewesen, aus denen hiernoch altes und weitschichtiges, dort jüngeres und doch nicht unwichtiges Materialzu erwarten stand. Es waren dies vornehmlich das freiherrlich v. Oppen-Huldenbergsche Archiv in Fredersdorf, dem allein noch übrigen alten Stamm-sitze des Geschlechts, das v. Oppensche Fideicommißarchiv zu Alt-Gaters lebenund das Archiv des Königlichen Hausministeriums zu Berlin, in welchem nichtnur die Akten über den Erwerb mehrerer v. Oppenschen Güter, als Kossenblat,Krausnick, Güstow, Gr. Köris, Platkow und Schwenow durch König FriedrichWilhelm I., sondern auch die mitübergebenen älteren Dokumente über diese Gütervermuthet wurden. Dies letztere traf indessen leider nicht zu; die mit dem liberalstenEntgegenkommen gewährte Einsicht in das letztgenannte Archiv machte uns nurmit den Verhandlungen über den Ankauf der obigen Güter bekannt. Recht erheblichwar dagegen der Zuwachs, welchen die Urkundensammlung ans dem Alt-Gaters-lebischen Majorats-Archiv erhielt, das nur erst im vergangenen Jahre zugänglichgemacht wurde. Reichten auch die Urkunden desselben — mit sehr geringen Aus-nahmen, unter denen sich auch das Original eines knrbrandenburgischen Lehn-bricfes vom Jahre 1492 (Theil IS. 56.57) befand, — nur bis zu der Zeit desMajoratsstifters, Domdechanten Matthias v. Oppen, zurück, so waren sie docherheblich und zahlreich und bestanden auch in Originalen vieler schon im 1. Theile desUrkundenbuchcs nach älteren und jüngeren Abschriften mitgetheilten Dokumente. —Zu unserem großen Bedauern war jedoch bis jetzt die Benutzung des Freders-dorfer Hausarchivs unausführbar; wenn auch das Geheime Staatsarchiv und dasKammergerichts-Archiv zu Berlin überaus reich an Urkunden über Fredersdorfwaren, die in beiden Theilen des Urkundenbuches pnblicirt sind, so ist doch zuvermuthen, daß sich dortselbst noch die zur Vergleichung und Textberichtigungheranzuziehenden Originale einiger der ältesten Oppenschen, im Eilers'schen Werke