(Fabr. rüg, Urk, 44 45 — 89,) Weiter kommt das Amtdann aber nicht in rügcnschen Urkunden des 13, Jahrhun-derts vor. Nur das älteste Stralsunder Stadtbnch hat einigeZkotizcn aufbewahrt, ans denen sich entnehmen läßt, daß dasAmt eincS Fürst!. Küchenmeisters fortbestanden. Den24. Scprembcr 1275 schickten die Rathmäuncr Stralsundsihrem Herrn (Witz las II.) durch den Friedrich Coc40 Mk. nach Greifswald, „Ixxv anno Ooniini, lei-ia pro-ximn ante mieliaeli« ini^imus cloinino nosti'o intlii^esrxolt per I'niiloinin Ooouin x niaicas."Zu dieser allerdings sehr zweifelhaften Stelle kommt indeßeine anderweitige, die ganz bestimmt auf die fragliche Würdehindeutet, sie ist undatirt, da aber die nächst vorhergehendeAufzeichnung den 19. December 4280 eingetragen, wohl indieselbe Zeit zu setzen; sie lautet: „iVioolau« «t-UnitUvioclitatom «nam 44 neu, coea tlornino tviivp,i o I inai oi« clenalioinm U5«^ne maiti»!." — In denFürstl. Urkunden der spätern Zeit wird eines Küchenmeistersoder Truchscß überall nicht gedacht, bis Fürst Witzlaf vonRügen zu Bard, Tags Jacobi 4325, seinem Koche, den Knap-pen Tcsscmar, 5 Hakcnhnfen in Berglavitz verlieh, dieHerr Engelke Mandüwel vor ihm verlassen, sich abervorbehält, dieselben für 425 Mk. einzulösen ^).
Im I. 4333 führten die Gebrüder Henneke undClaus Wedcke (45) ein Wappen, welches sehr bestimmtan das von den Familien Krassvw und Kaac geführte er-innert, ohne daß sich indeß urkundlich ein Zusammenhangbeider ergeben hätte. Peter Wedcke wird 434k (5) ge-nannt. — Die Familie scheint früh ausgestorben zu sein,da sie später nicht mehr urkundlich vorkommt.
Goten Mortbcrncr, der 4324 (8.) zum letztenMa l genannt wird, und 4346 (5.) mit einem dem Kras-
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— (Matrikel des Fürstenthums Rügen ^0. 33.)
so wschen ganz ähnlichen Wappen siegelte, war 4338 bereitsverstorben. Wahrscheinlich war er der Sohn des 4344(-4,) genannten Thcslaf M. ') Er hinterließ eine WittweDarghczlava, zwei Sohne, Lüdcke und Thcze, undzwei Tochter Katharina und Margarctha (28), denener seinen Hof in Guleuitz vererbte. In einer Reihe vonUrkunden aus dem Jahre 4338 (49, 20, 24.), 4342 (22.)43-40 (23, 2-4.) und 4350 (27, 28, 29.), veräußerten jedochsämmtliche oben genannte Personen ihr väterliches Gut Gu-leuitz an das Hospital St. Jürgen vor Rambin, in dessenBesitz es sich heute noch befindet. Wer von den Brüdernmit einem Martin zusammen (20.) einen Hof in Gvete-mitz besaß, crgiebt sich nicht. Lüdeke M. starb zwischendem 45. Juli und 20. December 4350 (27, 29) und wardvon drei Söhnen, Dubberzlaf, Ghoten und Ratzlaf,und seinem Bruder Thcze überlebt. Lüdcke und ThczeMortbcrncr, die 4392 (74.) genannt werden, waren viel-leicht seine Enkel. Es sind dies die letzten des Geschlechts, !die ich in Urkunden gefunden habe. Eine sehr auffallendeErscheinung ist es, daß die Söhne und Enkel des GhotenMortbcrncr völlig von dem scinigen abweichende Siegelführten, (vcrgl. dieselben Tab. Vil. Xo. 29. a. u. Tab. X4Xo. 4 — 5.) da ihre Abstammung von ihm sich durch dieangeführten urkundlichen Zeugnisse so bestimmt herausstellt,wie es in der ersten Hälfte des 44. Jahrhunderts bei unsselten der Fall ist. Es scheint, als ob Gulcvitz von GhotenM. herrühre, da der Mutter uiebt das ganze Gut, sondernnnr ihr verschriebenes Lcibgedinge in demselben gehörte, des-halb kann man nicht ans die Vermuthung kommen, als obdie Söhne das mütterliche Wappen wegen des von ihr her-rührenden Grundbesitzes angenommen. Die Sache bleibtzur Zeit völlig räthsclhaft. — Außer dem 4340 geführtenWappen scheint der Besitz bei ^) und in Götemitz 4349noch auf Zusammenhang mit dem Stammvater Herbordzu deuten.
In der 2ten Hälfte des 44, Jahrhunderts werden inden Urkunden zwei verschiedene Anton Krassow genannt.
1) Der Sohn des Ghoten hieß wieder Thetz oder Tcslaf;einer von Ghotcns Enkeln ward nach ihm genannt. Man kannziemlich sicher aus der Wiederkehr der Vornamen auf den Zusammen-hang der Generationen schließen.
2) Gulcvitz grenzt an Goetemitz.