an Ncineke Tcchelin, Bürger zu Strcilsund, und Andresvon Tzurwitz 8 Hakenhnftn in Götemitz „also dat herHerbort, vse oldcruadcr hadde, vnde sine lindere vnde itvs ghccruet wart." — An einer gemeinsamen Abkunft ist alsowohl nicht zu zweifeln, und da nur Arnold von Vitzenein wesentlich abweichendes Wappen führt, so folgere ich,daß dieser durch eine Tochter, Berthold von Datzvw,—Anton und Nicolaus durch Sohne von dem HerrnHer-bord abstammen.
Im I, 1253 (I,) nimmt in einer Urkunde des FürstenJaromar II, ein nicht näher bezeichneter Herbord dieerste Stelle unter allen Zeugen ein. Es ist zu vermuthen,daß es derselbe Ritter Herbord, der 1261 in einer Ur-kunde des Fürsten Witz las (2,) gleich nach den 2 Räthen,Borant (Putbns) und Chuttan (Mörder) genannt wird,mit deren Rath er dem Kloster Nenencamp die in Rede ste-hende Schenkung machte. Die Urkunde von 1335 (16,) undder gleiche Name machen es mir wahrscheinlich, daß derVogt und der Knappe Herbord, der 1285 (3,) im Ge-folge des Fürsten Witz las erscheint, sein Sobn oder Enkelund identisch mit dem Ritter, Herbord, der 1291 (A, 1,)am Hofe desselben Fürsten genannt wird. Der Schluß, daßder ältere Herr Herb ord der oben genannte Aeltcrvatcr,der jüngere aber der Vater des Nicolaus odcr Elaus seischeint mir nach dem Angeführten viel für sich zu haben '),
1336 genannte Schwcstersohn der Arnold o. V. Stoltir HI7.) warwohl aus dieser Ehe geboren.
I) Nach einer Aufzeichnung im ältesten Stralsundcr Stadtbnchlebte fast gleichzeitig (o. 1282) mit dem jüngcrn Herbord, demLogt und spätern Rittern, ein Rathmann Herb ord in Stralsund.— Viele anderweitige Aufzeichnungen in demselben Buche machen esjedoch wahrscheinlich, daß er mit dem früher und später oft genanntenHcrbord dc Dorpen identisch, denn nur einmal kommt der bloßeZuname ohne Geschlechtsnamen vor. Wenn dies angenommen wird,so ist an eine Abstammung des Nicolaus, HcrbordS Sohn, von die-sem Herrn Herb ord nicht zudenken. — 1161 am Abend Marien Him-melfahrt verkauften Lüdeke und Lehrend, secl. Herrn Diderichsvon Dörpcn Söhne, einen Hof in Scharpitz zu einem todten Erb-kauf an den Bürgermeister zu Stralsund Nicolaus Siegfried.An dieser Urkunde sind die Siegel der Aussteller vorbanden. Siezeigen im Schilde eine phalwcisc stehende Ankerwinde (wie sie aberauch beim Wallfisckfang zum Hcranwindcn deS erlegten Fisches ge-braucht ward), rechts daneben ein senkrecht stehendes harpuncnartigcsInstrument und links daneben die Pfeilspitze des StralsundischcnWappens, quer mit der Spitze gegen die Winde gestellt, so daß die
Auffallender Weise wird im folgendenIahrcBertholdvon Datzow, Berthold Kaac (17,) und der Sohndes Nicolaus HcrbordS Sohn — Hennekc Kaak(18,) genannt. Nimmt man nun, wie es mir wegen desSiegels fast als gewiß erscheint, an, daß der 1335 genannteAnton zur Familie Krassow gehörte, so wäre als Resul-tat die gemeinsame Abstammung der Familien Krassow,und von Datzvw oder Kaac von dem Herrn Hcrbordfest zu halten.
Der Familie Kaak, und zwar in den Personen Bcr-th old und Anthonius, wird zuerst gleichzeitig mit Thes-laf Mortbcrncr im I, 1311 gedacht, (11,) Fast möchteman an die Ableitung des Namens von dem Erbamt desKoches denken — eine Hypothese, die der Stierkopf im Wap-pen (s. Absch. das Wappen des Geschlechts) und der ent-weder ganz fehlende oder so oft schwankende Zuname, zubestätigen scheinen. — Leider sind die ans uns gekommenen,bis jetzt bekannt gewordene Nachrichten über dies Amt amHofe der Fürsten von Rügen sehr dürstig. In den Urkundender Fürsten Witz las I, und Jaromar II, wird in den J,1237, 16,19,52 und 53 des Trnch seßes (elapil'e,') Ni-colas gedacht, ein einziges mal 1219, wird am Hose desFürsten Jaromar II, noch ein zweiter Truchseß, Thomasgenannt, und zwar steht er in der Urk, vor dem früher ge-nannten Nicvlas; Beide werden aber dadurch, daß sie voreinem Ritter genannt werden, auch als solche bezeichnet.
drei untern Enden der Pfeilspitze gegen den linken Schildesrand ge-wendet sind. Das 2. Siegel hat die Pfeilspitze rechts und dieHarpune links.
In dem Siegel des Stralsundcr Bürgers HanS von Dörpcn,der 1135 die Urk. in dcr Arnd von der Mohlcn, Bürger zu Stral-sund, dem Armcnhause St. Jürgen zu Rambin 36 Mk. 12 ßl. Pachtaus Dumsevitz verkaufte, mit verbürgte, glaubte I. A. Dünnes eineRose mit dem Stängel zu erkennen. Jedenfalls aber war es ebenso abwei-chend von dem Wappen des Nicolaus, HcrbordS Sohn, alsdem der Gebrüder von Dorpen v. 1161. Die Verschiedenheit derD or p cn sehen Siegel ist nicht auffallend, da sich gewiß mehrere Fami-lien nach der Stadt Dorpat (Dörpt, Dorpen) nannten. —
Ob der Magister Hcrbordus, »otari»« nostee, in mehreren Urk.des Herzog Wartislaus IV, aus den I. 1325 und 26 genannt,zum rügenschcn, von dem Herrn Herb ord abstammenden Adclsgcschlechtgehört, möchte ich fast glauben, da so häufig Mitglieder der FamilienKrassow, Kaak und Wusscke Geistliche wurden; beweisen läßtes sich indeß nicht. Deshalb sind die Urk., in denen dieser Mannals Zeuge genannt wird, im Urk.-Buchc auch nicht berücksichtigt.