Genealogie
der von Krattow M Schweikvitz Salkow, Siggermow w.
ie Linie der Krassem zn Schweikvitz ist selten so zahlreich undniemals sv begütert gewesen, wie die zu Varsnevitz, Panse-vitz ic,, jetzt aber bereits seit einer Reihe von Jahren hier imLande erloschen, Es haben über dieselbe meist nur dürftigeNachrichten vorgelegen, die jedoch sorgfältig in nachstehen-der Zusammenstellung benutzt worden:
I. Xo. I, Antonins Krassow von Schweikevitz wirdmehrfach in den Jahren 1362 <— 83 (33, 43, 58, 61,) ur-kundlich genannt. Was über seine mnthmaßliche Abstam-mung von dem 1335 genannten Anton gesagt vcrgl, im Ab-schnitt „Einleitung und ältere Vorzeit" S, 7. — Bevor mirdie Urkunde 493,, vom Jahr 1375, bekannt ward, in der er„vlde Tonges Erassow" heißt, glaubte ich, er sei identischmit dem im Jahre 1369 genannten Anthonins Crassowjnn.,und ihm gehöre das Tab, XI. Xo. 7. abgebildete Siegelan, was jetzt mindestens sehr zweifelhaft bleibt. Er ist dererste Krassow, in dessen Besitz Schweikvitz urkundlich genanntwird, — In den Jahren 1377 und 86 (48. und 58,) ver-kaufte er dem Freiherrn Henning von Pntbns, Trnchscß desKönigs Olof von Dänemark, mehrere Renten ans seinemHof Zamnstitz im Kirchspiel Lausten, 1383 wird er zuletztgenannt. Sein Sohn ist Xo. 2.
II. Xo. 2. Hans oder Johannes, auch Hcnneke, wirdansdrüstlich in den Jahren 1375 und 83 (493, und 61.) alsSohn von Anton Krassow zu Schweikvitz genannt, und kommtin den genannten Jahren und in der Zwischenzeit mehrfachurkundlich vor (a. a, O, und 57, 59, 65,), Sein Siegelist Tab, XI. Xo. 17, abgebildet.
III. Xo. 3. Tönnies wird in den Jahren 1426 —56(93,118, 127.) ohne aste weitere Bezeichnung urkundlich ge-nannt, Da die Genealogie der Krassow zu VarSnevitz ans
dieser Zeit ganz fest steht, er auch überall in den Urkundennicht als deren naher Verwandter genannt wird, so habe ichin ihm einen der Vorfahren der Schwcikvitzcr Linie ange-nommen, und vermuthe, daß er ein Sohn des Hans(Xo. 2.) und Enkel des Anton Kr, (Xo. 1.) sei, 1456cedirte er dem Priester Jacob Range zu Bergen 16 Mk.Rente aus Guttyse und besiegelte die betreffende Urkunde mitdem Tab, XII. Xo. 3. abgebildeten Siegel,
IV. Xo. 4. Tvnnics Krassow zu Swechevitze wird ineiner Reihe von Urkunden ans der Zeit von 1471 — 1561genannt (151, 55, 72, 74, 82, 96. 264, II, 13, 14. 22,24, 36, 36. 337,), Ob er der Sohn oder Enkel des von1426 — 56 genannten Tönnics (Xo. 3.) gewesen, erhelltnicht. Im Jahr 1485 (172.) verlieh der Bischof OlavMartini von Roeskild dem Engelbert Molrc eine Vicarie inder dem heil, Andreas geweihten Kirche zn Rappin ans Prä-sentation des Anton Krassow zn Schwekvitz, deren Hebungenin 24 Mk, bestanden. Als Stifter der Vicarie werden derPresbyter Gntzlav Kovoth, der Laie Anthon Krassow undGese Noscnatcs, vielleicht die Ehefrau des Letz lern, genannt.Dem Anton Krassow zu Schweikvitz ward das Patronatrechtbestätigt, über die Zeit der Stiftung jedoch nichts gesagt.Ob vielleicht später eine Vereinigung dieser Vicarie mit dervon Tvnnics Krassow, dem Stammvater der Varsncvitz-Panscvitzer Linie, und Heinrich Jergenow (S, v, S. 9,),gleichfalls in der Kirche zu Nappin gestifteten, stattgefunden,wird dadurch wahrscheinlich, daß Tvnnics Krassow und seineNachkommen seit 1495 — 1545 (213, 315.) als Mitpa-trvne dieser Letzteren erscheinen, und der Ersteren nicht mehrurkundlich gedacht wird. Das Siegel des TvnnieS Krassowist Tab XII. Xo. 31, abgebildet. Nach der Aussage alter