Herrn von lveida. Er ist bis jetzt nur in dieser einzigen Urkundenachgewiesen, wird aber auch in glaubwürdigen chronikalischen Nach-richten unter dein Namen Ekbert erwähnt.
Erkenbert von INeida war Reichsministeriale und als solcherVerwalter des vormals slavischen Reichsbesitzcs an der Elster (beilveida, Greiz, Planen), vielleicht auch schon Vogt der Landschaft Gerafür das Stift Gnedlinburg. Daß er als Zeuge in unserer PlauenschenUrkunde vorkommt, erklärt sich einesteils daraus, daß er, wie seineNachkommen öfters, im Gefolge des .Bischofs von Naumburg war,andererseits daraus, daß er wahrscheinlich schon zu jener Zeit den-jenigen Landbesitz in der Gegend von Planen inne hatte, welcher seinenMittelpunkt im eustrum LtrassbsrA bei Planen hatte und auf welchemspäter seine Nachkommen, die Herren und Vögte von Straßberg, vor-kommen.
E. Bcinrich von lveida.
Der Sohn von Erkenbert von lveida war Heinrich von lveida,welcher sich den Namen „der Sromme" dadurch erworben haben soll,daß er die Marienkirche in lveida gründete und derselben eine großeparochie zuwies.') Er stand als Vogt des Reichs im Dienstverhältniszu Herzog Heinrich dem Löwen von Sachsen und wird von diesemdeshalb urkundlich sein Dienstmann (miuislerialN nostor blcwrieus clsNkcla) genannt.") Bereits im Zahre 114Z erscheint er in einer vomKaiser Konrad M. dem Lcnediktinerkloster zu Eichmenitz erteiltenUrkunde mit unter den Zeugen. Dann finden nur ihn im Zahr11ZZ als einen Untergebenen des sächsischen Herzogs Heinrich desLöwen angegeben; auch wird er iu einer von diesem Herzog zuHerzberg 11Z4 gegebenen Lestätigungsurkunde unter den da ange-führten Zeugen genannt, worin der Herzog bekennt, daß dieser seinDienstmann, Heinrich von lveida, mit seiner Bewilligung ein Stückeines ihm zugehörigen lvaldes an das Kloster volkenroda bei Mühl-hausen verkauft habe. Ebenso erscheint daher in dieser Eigenschaft
') Müller 187s S. Z.") Limmer Bd. I S. 2ös.