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Chronik der Familie Vogtherr
Entstehung
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Anhang.

S e l» e n k b l ä t t e r

aus des Hauses Freudeuchruuik

von

Albrecht vogtberr.

(Abgedruckt mit gütigster Erlaubnis seines Sohnes, tserru Kaufmann KarlVogtherr in Frankfurt a. III)

I.

Entwichen sind sie insgeheimDem reichverzierten Saal,

Ivo bunt umher beim k>ochzeitsfcstSich drängt der Gäste Zahl.Im schlichten Zimmer, das forthinEin stilles Eden hegt,

Da hält ihr flücht'ger Schritt, da ist'sIvo Iserz an Iserz sich legt.

Mit Dornen vielbcwachscn warZum Traualtar die Bahi?,Und Beider Antlitz kündet vielvon Kampf und Schmerzen an.

Sragt nicht, so wird eS immer sein.So war's in aller Zeit -Iveun sich der «Liebe weiht ein Kerz,Isat sich's dem Kampf geweiht.

Jetzt, da des Glückes Sonne freiIserniedcr strahlt auf sie;

Da endlich auch die Welt geeint,Ivas längst die Sympathie;

Jetzt ist der lange, schwere Kampf,Der im vcrgang'ncu liegt,Ihr Stolz und ihre Ivonuc, dennDie Treue hat gesiegt.

Zum Iveibchcn, das gar emsig näht.Schleicht leis' der Wann hinzu;In Isast drängt sie ihn weg und zürnt:„Du schnöder Späher, du!"

Und weil er doch nicht fürbasz zieht,Erschließt sie flugs den Schrein,Und packt die sieben SächelchenGeheimnisvoll hinein.

Und wieder saß das Iveibchen da,Ei, wie die lladcl eilt,

Und wie beglückt auf ihrem IvcrkDes Weibchens Zlugc weilt;

wie sie in ihres Schaffens «LustDes Spähers ganz vergißt,Bis daß er unbemerkt zuletztAn ihrer Seite ist.

Es war, was sie vergebens nunIn k>ast zur Seite schob,von lieben kleinen SächelchenDie schönste Gardcrob.

Sein Auge weilt entzückt und wieEs dann die Srcundin sucht,Umsonst, der indiskrete WannTrieb fort sie in die Slucht-