- 8 -
Gsterlande die Grafen von Glisberg oder Gleisberg') an der Elfter,dem heutigen Veitsberg unweit lveida, deren Gebiet von da ausnord- und ostwärts über die Pflegen Aonneburg und lveida wahr-scheinlich sich erstreckte. Es stammten dieselben aus dem alten Glisbergan der Saale, wovon noch, am Einfluß der Glize in die Saale un-weit Jena, die Auinen unter dem heutigen Namen der Kunitzburg zusehen sind.
Aus diesem altsächsischen Geschlecht kommt nun Aribo oderErwin als ein Graf im Gsterlande vor, welcher an der Elster, in demheutigen Veitsberg, sich eine Burg zu seinem IVohnsitz erbaute unddieselbe nach seinem Stammhause ebenfalls Glisberg oder Gleisbergnannte. Lr stiftete innerhalb derselben mit seiner Gemahlin lvilladie St. Veitskirche im Jahre 974. Er liegt denn auch mit dieserseiner Gemahlin vor dem Hochaltar der Kirche begraben. IVeil eraber ohne Erben verstorben, so folgte ihm in der /Herrschaft hier seinjüngerer Bruder Sizzo oder Zisce, d. i. Sieghard. Doch auch dieser,der ebenfalls mit seiner Gemahlin vor dem Hochaltar zu Veitsbergbegraben liegt, hinterließ nur eine Tochter, namens Jordane, welchesich mit einem Grafen Ekbert von Echwarzburg-Ustrod vermählte, dernun hier aus dem Glisberg an der Elster hauste. Auch er wurdemit seiner Gemahlin vor dem Kreuz in der St. Veitskirche begraben.
Der Enkel dieses Ekbert von Schwarzburg-Ustrod war Heinrichder Sromme, der nach alten Inschriften kaiserlicher VIarschall ge-nannt wird. Den Beinamen des Srommen erwarb er sich besondersdadurch, weil er die zu seiner Zeit samt dem Schlosse Glisberg inden damaligen Kriegsunruhen zerstörte St. Veitskirche wieder auf-baute, mit der Hapelle zur lieben Srauen vergrößerte und sie mit denbeiden Dörfern Aonow und Gber-lvindischdorf beschenkte. Die BurgGlisberg an der Elster selber aber wurde von da an ganz ihrem ver-fall überlassen.
") Die Lamilie Glisberg kommt bald als Vögte bald als Herren, baldauch nur unter dem Hamen von Glisberg vor, so zuletzt 11S1 volkmar undHeinrich von Glisberg-