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Der Stamm, welcher von Brilon nach der Grafschaft Marküberging, führte am neuen Wohnort in Iserlohn eine veränderteWappenfigur, nemlich statt der drei Lilien (Gleven) drei silberneSterne im blauen Schilde und einen Stern zwischen den silber-blau blau-silber getheilten Flügeln. Die Helmdecken sind eben-falls in Blau und Silber gehalten. Das Wappen ist auf derSeite 84 dargestellt und gilt als das Wappen der Familie zurNieden, weil der in den letzten Jahrhunderten von Iserlohn aus-gehende Stamm, mit Ausnahme des auf den Seiten 80 ff. behan-delten Mecklenburger Zweiges, zu dieser Namensform ge-kommen ist.
Die nach Volmestein bezw. Herdecke übergehenden Burg-man nsfamilien (vergl. Seite 9), welche ihre Wohnsitze in Endeerhielten, setzten nach der Abzweigung von dem Iserlohner Stammdem Wappen einen Schrägbalken hinzu und liessen unter dem-selben ebenfalls im blauen Felde eine Taube erscheinen. DieNamensform dieses Zweiges blieb (vergl. Seite 57), nachdem zeit-weise auch hier die Form z. Nieden üblich gewesen war, schliesslichz. Nedden; demgemäss gilt das auf der Seite 85 dargestellteWappen als das Wappen der bis in unsere Zeit in der GrafschaftMark verbliebenen Familie zur Nedden.
Mehrfach bin ich der Ansicht begegnet, die Sterne in demWappen des Iserlohner Zweiges seien aus den Lilien des BrilonerStammhauses hervorgegangen, an beiden Figuren erschienen 6 vor-springende Ecken, derartige Versehen oder willkührliche Aende-rungen der Wappenmaler seien in früherer Zeit nicht selten ge-wesen ; ich glaubte mit dieser scheinbar naheliegenden Erklärungmich nicht begnügen zu dürfen, vielmehr den Gebrauch derengeren Heimath erforschen. zu müssen, wie ich dies in gleicherWeise bei der Darlegung der Namenbildung in der GrafschaftMark getkan habe, wo ich von dem Landesfürsten ausgegangenbin (Seite 4611.). Graf Friedrich I., welcher von Babodo vonBudenburg den Oberhof Mark erworben hatte, nahm das Wappender Budenburger, einen aus drei rothen und silbernen Schach-reihen bestehenden Querbalken an und führte es neben seinembisherigen, welches einen aufrecht stehenden goldenen Löwen imrothen Felde darstellte (siehe oben Seite 37). Bei seinen Nach-