250
an den Umfang stösst, weder dort, noch auf den Seiten irgend eine Faltung. Allezurückliegenden Kammerwände scheinen zerstört zu sein, man erkennt jedoch an jenemSipho-Ende auf je 3,5 mm die Stelle, wo eine Scheidewand angesetzt war, und dichtdarüber eine geringe Verdickung desselben, so dass die Kammern, innerhalb deren derSipho etwas anschwoll, zuletzt etwa 3 mm innere Höhe hatten. Der Durchmesser desim Querschnitt kreisrunden Sipho an der letzten Kammerwand beträgt 2 mm, seinUmfang ist 8,5 mm vom Rücken, dagegen bloss 1 mm von der Bauchseite entfernt.
Die äussere Schale, welche mit Ausnahme des grössten Theils der Wohnkammerfast durchweg erhalten ist, hat gedrängt stehende, schräg über die Seiten nach hintenlaufende Streifen, die auf dem Rücken einen wenig tiefen, aber ziemlich spitzen Sinusbilden. Sie sind nicht alle von gleicher Stärke, zwischen gröberen sind ab und zufeinere zu sehen; jedoch eigentliche Querrippen fehlen ganz.
Es liegt nun noch ein zweites, unvollständigeres Exemplar (Fig. 4) vor, an demnur ungefähr 3 Windungen bei 25 mm Durchm. erhalten sind; die Wohnkammer fehltihm ganz, dafür sind aber im gehämmerten Theil die Scheidewände mit dem Siphosehr gut erhalten. Erstere stehen sehr gedrängt, so dass man im letzten Umgang30 Kammern zählt. Die Kammerhöhe beträgt in der innersten Windung 1,5 mm undnimmt äusserst langsam zu, sie wächst in der äussern auf 2 und schliesslich 2,5 mm;die nach hinten convexe Biegung der Nahtlinien auf dem Rücken ist sehr schwachangedeutet. An diesem Stücke wurden folgende Maasse festgestellt:
Höhe in derMedian-ebene.
1. In der Mitte der vorletzten "Windung' .... 3,5 mm
2. In der Mitte der letzten Windung 5 „
3. Etwas oberhalb der Mitte der letzten Windung. 5,5 „
Diese Zahlen zeigen, dass die übermässige Ausdehnung der Schale nach derBreite hier noch stärker ausgebildet ist, indem die Höhe zur Breite an den bezeichnetenStellen der Reihe nach sich wie 1 : 2,43, 1 : 2,4 und 1 : 2,36 verhält.
Unsere Art ist mehr oder weniger grösser als die drei oben erwähnten Eiciiwald'svon der Insel Odensholm. Namentlich ähnelt sie unter diesen dem Palaeonautilus in-congruus , der aber mehr als doppelt kleiner ist, und von dem sie weiterhin durcheinen breiteren Querschnitt, den nicht völlig ventralen Sipho und das Fehlen vonRingwellen sich unterscheidet; auch scheinen die Streifen anders zu laufen.
Vorkommen. — Die beschriebene Species habe ich hier bis jetzt nur zweimalbeobachtet, und zwar in Geschieben von dunkel bläulichgrauem Orthocerenkalk mitvielen eingemengten Kalkspaththeilchen, von denen das eine von Herrn Ramann bei
Breite derRöhre.
8,5 mm
Durchm. desSipho.
0,7 mm
1,2 „
Abstand desSipho v. derBauchseite.
0,3 mm
0,5 (0,5 „ .