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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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selben ursprünglich 1 ) als Nautilus depressus " beschrieben. Indessen die allgemeineFormbeschaffenheit, das relativ langsame Wachsthum im letzten Umgang und der ven-trale Sipho unterscheiden auch wieder von dem letztgenannten Geschlecht-, bei denzahlreichen eigentlichen Nautilen entfernt sich der Sipho nicht merkbar von der Mitte,die einzigen dahin noch gerechneten Formen, bei denen derselbe hart an der Bauch-seite liegt, und die auch von Bronn 1838 zu einer eigenen Gattung, Aturia, erhobenwurden, zeigen sich nur im Tertiärgebirge und können hier als Vergleiclisobjecte umso weniger in Betracht kommen, als sie in allen übrigen Beziehungen, durch den Baudes Gehäuses und die stark entwickelten, z. Th. eckigen Loben und Sättel der Scheide-wände, total abweichen. Wenngleich Nautilus- Arten mitunter aus silurischen Schichtengenannt worden sind, so darf man doch wohl annehmen, dass die echten Nautilenzuerst im Kohlenkalk auftreten 2 ). Das neue Genus, dessen Errichtung nach allen demgeboten war, steht etwa zwischen Nautilus und Clymenia, hat jedoch auch Einiges vonden imperfecten Lituiten. Eine Untergattung von Nautilus anzunehmen, hielt ich nichtfür gerathen.

Fraglich erscheint es mir, ob Eichwald's Clymenia rarospira von Odensholm,lieval etc., die er neben seiner später als Lituit erkannten Clym. antiquissima in dem-selben Abschnitt (loc. cit. p. 1302, T. L. Fig. 1 3 und 6) bespricht, ebenfalls zu Pa-laeonautilus gehört. Die Spirale, von höchstens 3 schwach involuten Windungen ge-bildet, ist scheibenförmig ohne eigentlichen Nabel. In der Beschreibung heisst es, dassdie abgeplatteten Seiten höher seien als ihr Abstand voneinander oder die Breite;sonderbarerweise aber ist es bei allen beigefügten Durchschnittsfiguren umgekehrt,ausgenommen eine Stelle im Querbilde des grössten Exemplars (Fig. 1. b), wo der

') Silur. Schichtensystem in Ehstland, 1840, p. 106.

2 ) Eichwald beschreibt (loc. cit. p. 1308, T. XLY. Fig. 6) alsNautilus decurrens " ein sehrkleines Fossil aus dem Ortliocerenkalk von Pulkowa, meint aber seihst, es könne eher ein winzigerEuomphalus sein, da man deutliche Anzeichen regelmässiger Septa vermisse. Ihr Vorhandensein imAnfangstheil würde zudem nicht einmal die Annahme eines Gastropoden ausschliessen. Was Quen-stedt (Cephalopoden, p. 52, u. Petrefaktenkunde, 2. Aufl., p. 411) als Nautilus imperfecta" aus denVaginatenkalken aufführt, bezieht sich auf Reste imperfecter Lituiten mit fehlendem losgelöstenSchalentheil, weshalb auch in der LosSEN 'schen Arbeit Lituites und Nautilus imperfectus Quenst . ver-einigt sind.

Die in Barrande'sSysteme Silurien du centre de la Boliäme", Vol. II, als Mawfifcs-Formenbeschriebenen Cephalopoden sind jedenfalls von der neuen Gattung durchaus verschieden. Fünf der-selben, die seiner obersilurischen Etage E angehören, sind scheibenförmig, im Querschnitt viel höherals breit und mit subcentralem Sipho versehen; einer darunter, der grosse Naut. Slernbergii Barr.,zeigt sogar nach Art der imperfecten Lituiten am Ende des letzten Umgangs die Tendenz einer Ab-sonderung von der Spirale. Die drei andern Arten sind kugelig aufgebläht, breiter als hoch und besitzeneinen der convexen Seite genäherten Sipho; sie gehören in die Etage G, was also nach der neuenArbeit von E. Kayser über die Harzfauna bereits dem Unterdevon entsprechen würde.