Druckschrift 
Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
Seite
238
Einzelbild herunterladen
 

238

Die eigentliche Spirale hat einen Durchmesser von 92 mm oder 3 x / 2 Zoll. Yonderselben konnte ich mit dem Meissel l s / 4 Windungen blosslegen, deren inneres Endesich im Stein verliert. Die Umgänge berühren sich, jedoch ohne hart aneinander ge-drückt zu sein; bei der starken Wölbung der Rückenseite liegt zwischen ihnen beider-seits ein tiefer Einschnitt, der bis nahe zur Medianebene reicht. Der eingerollte Theilverlängert sich in einen gestreckten Arm von sichelförmiger Krümmung, dessen Längein der Mittellinie einer der Seiten ca. 12 cm oder reichlich 4V 2 Zoll misst. Währendinnerhalb des Gewindes die Dickenzunahme eine rasche ist, wächst die Stärke des ge-streckten Schalentheils sehr langsam. Letzterer ist bei dem vorliegenden Stück mitder ganzen Wohnkammer erhalten, da deren Rand am Vorderen de deutlich zu sehenist; derselbe senkt sich von der Bauchseite zum Rücken mit einem nach vorne con-vexen Bogen, und bildet sodann auf der Rückenfläche einen abwärts gewendeten, ziemlichflachen Sinus. Hinter der Mündung ist die Schale seitlich etwas eingeschnürt (Fig. 2. b).Wo übrigens die Wohnkammer beginnt, ist nicht sicher festzustellen, da bei dem be-treffenden Exemplar die Kammerwandnähte, welche in mässig weiten Abständen von-einander senkrecht zur Schalenaxe stehen, gegen das äussere Ende der Spirale hinnicht mehr gut zu erkennen sind; jedenfalls aber können die Luftkammern bei weitemnicht so hoch über die Einrollung hinausreichen, als bei der vorhergehenden Art. ImQuerschnitt (Fig. 2. c) erscheint das Gehäuse, namentlich im Bereich der Spirale, nochmehr gegen die Innen- und Aussenfläche comprimirt als bei Lituites Decheni, wennauch nicht so stark wie bei Lit. imperfectus Wahlenb . Die Höhe verhält sich nämlichzur Breite oder dem Abstand der Seitenflächen im geraden Theil wie 4:5; im einge-rollten durchschnittlich wie 3 : 4,5, was aus folgenden Messungen hervorgeht:

Höhe. Breite.

1. Im ersten Viertel der zweiten Hälfte des vorletzten Umgangs ll,5nnn 17,5 mm

2. In der Mitte des letzten Umgangs 17 25

3. Im ersten Viertel der zweiten Hälfte des letzten Umgangs . 24,5 36 .

Die Bauchseite ist ganz flach, Seitenflächen und Rücken dagegen stark gewölbt.Die dicke äussere Schale ist nur tlieilweise erhalten und meist stark zerfressen oderabgerieben; an einigen Stellen indess sieht man eine sehr feine, dem Mündungsrandeparallele Streifung, welche hiernach mit grösster Wahrscheinlichkeit für die ganzeOberfläche des Gehäuses angenommen werden kann und auch in der Zeichnung ange-deutet ist.

Es ist nicht zu verkennen, dass der vorstehend besprochene stattliche Lituit inseiner ganzen Anlage eine gewisse Aehnlichkeit mit dem in derselben Geschiebe-Artgefundenen Lituites Decheni verräth, von welchem er sich aber schon, abgesehen vonandern Merkmalen, durch die weit beträchtlichere Grösse genugsam unterscheidet.