convolvens (s. oben) mitgetheilten schwedischen Fossilien hei den imperfecten LituitenWahlenberg 's auch einbegriffen sind. Die Fundorte, welche Hisinger namhaft macht(Darlekarlien für ersteren, Ljung in Ostgothland für letzteren), hat auch sein Vorgängerangeführt. Uebrigens erwähnt Wahlenberg noch die allen vorgenannten Formen eigen-thümliche, von innen nach aussen comprimirte Gestalt der Röhre, wie er sie speciellbei einem imperfecten Lituiten von Ulunda in Westgothland beobachtet habe.
In Knorr's und Walch's Naturgeschichte der Yersteinerungen, Bd. III, p. 205,Supph- Taf. IX. c. Fig. 7, ist sodann noch ein von Hempel (ehemaligem Hofrath inNeubrandenburg) bei Neustrelitz gesammelter und anscheinend in rothbuntem Ortho-cerenkalk eingeschlossener Lituit mitgetheilt, den auffallenderweise einige Autoren beiLituites lituus citirt haben, obwohl diese Annahme einen Grad von Verzeichnung desfreien Schalentheils voraussetzt, der geradezu undenkbar erscheint. Die Spirale hatin der Figur allerdings den geringen Durchmesser von 22 mm, der gestreckte Armerscheint dagegen, bei etwa 5 cm Gesammtlänge, anfangs stark sichelförmig nach aussengekrümmt und dann ungefähr gerade verlaufend. Handelt es sich hier nicht um eineneue Art, was wohl am meisten Wahrscheinlichkeit für sich hat, so könnte allenfallsan eine ungenaue und verkleinerte Darstellung von Lituiten Decheni gedacht werden.
Erklärung der Abbildungen. — Von dem beschriebenen Choriner Exemplarstellt Taf. II. Fig. 1. a die Seitenansicht in natürlicher Grösse dar; die Nähte der aneiner Stelle des freien Arms beobachteten Kammerwände sind durch schwache Linienangedeutet. Fig. 1. b giebt ein Stück des freien Schalentheils gegen den Rücken gesehenwieder; Fig. 1. c ist die Ansicht gegen die convexe Fläche der zweiten, oberhalb derSpirale bezeichneten Kammerwand mit dem Querschnitt des Sipho, und zwar liegt inder Zeichnung die flachere Bauchseite unten.
Lituites heros m.
Taf. II. Fig. 2. a —c.
cf. Lituites eonvolvens: Hisinger , Leth. Suecica, 1837, p. 27, T. VIII. Fig. 6.
Wegen der ungewöhnlichen Grösse, welche diese Art auszeichnet, verdient sievollauf die gewählte specifische Benennung. Vielleicht durfte ich es auch für geeignethalten, damit zugleich an den Namen eines der grössten bekannten Trilobiten, nämlichDalman's Megalaspis heros zu erinnern, welcher in Schweden in demselben Gesteinvorkommt, und von dem beispielsweise die Sammlung der Forstakademie ein paarPrachtstücke in rothbuntem Orthocerenkalk von der Kinnekulle in Westgothland, sowieein kürzlich gefundenes schönes Rumpffragment aus rothem, stellenweise grün ge-flecktem Orthocerenkalk von ITeegermühle') besitzt.
') Ebendaher erhielt ich gleichzeitig einen Kopfschildrest in rothem Kalk, der in der Formmit Megalaspis heros völlig übereinstimmt, aber kleiner ist.