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setzter Orthocerenkalk. Die Yersteinerungsmasse wird in dem dickeren Tlieil des Ge-häuses durchweg von weissem, stellenweise in Krystallen ausgehildetem Kalkspath ge-bildet, welcher den Sipho deutlich incrustirt hat und an den Kammerwänden durcheine etwas ins Gelbliche gehende Färbung sich abhebt; nur die oberste Lage des Petre-facts zeigt auch dort die rothe Farbe des Gesteins. In dem Geschiebe sitzt noch einkleiner Rest von Orthoceras vaginatum SüHLOTH.
Es unterliegt keinem Zweifel, dass Walch die Art bereits in Händen gehabthat. Die Uebereinstimmung des der Forstakademie gehörenden Stückes mit Fig. 1 aufSuppl.- Taf. IY. b und der zugehörigen Beschreibung bei Knorr und Walch ist einesolche, dass die Identität der beiden Exemplare sicher ist. Die im Allgemeinen rechtdeutliche Abbildung lässt 2 Windungen erkennen, welche eine Spirale von 34 mmDurchmesser bilden, doch ist zu bemerken, dass die Rückenseite in der Gegend, woder freie Arm beginnt, zu einer fast geradlinig aufsteigenden Fläche eingedrückt er-scheint, was entweder auf ein Yersehen des Zeichners, oder auf eine tliatsächlich andieser Stelle Amrhandene Yerdrückung zurückgeführt werden muss. Dabei sind aberdoch im Ganzen die Dimensionen etwas kleiner, wenn auch nicht bedeutend, vielleichtist nicht genau die natürliche Grösse wiedergegeben. Der gestreckte Theil zeigt sichin einer Länge von 36 mm erhalten, uncl ist bis oben hin mit ca. 3 mm hohen, senk-recht zur Schalenaxe gerichteten Kammern versehen. Im Centrum des Gewindes trittein kleiner freier Raum auf. Walch sagt, dass er diesen in seiner Sammlung befind-lichen Lituiten, welcher aus dem Mecklenburgischen stamme, vom Probst Genz-mer 1 ) erhalten habe. Das Stück liege in „rothem Marmor," und damit seien auchdie meisten Kammern ausgefüllt; die von weisser Farbe seien „spatigt und durch-sichtig." Also auch im Gestein sowie der Art der Petrificirung passt eins zum andern,nur giebt die genannte Figur abwechselnd die rothe Gesteinsmasse und hellfarbigenKalkspath als Ausfüllung der Kammern an.
Nun macht Wahlenberg loc. cit. im Anschluss an seine kurze Charakteristik derimperfecten Lituiten die Bemerkung: hanc formam non male expressit Knorr Verstein.Suppl. -Taf. IV. b Fig. 1. Wäre also aus dieser Lituiten-Gruppe die vorhin von mirbeschriebene Art zuerst specifisch unterschieden worden, so hätte man ihr folgerichtigden Wahlenberg 'scheD Namen imperfectus geben müssen. Diese Benennung ist jetztjedoch der Form von Reval zu belassen, welche zuerst 1849 in Quenstedt's Cepha-lopoden (p. 51, T. II. Fig. 17) so bezeichnet worden ist (bei ErcHWALD u. A. fälschlichals Lit. convolvens Schloth .), um so mehr da Wahlenberg nur ein Beispiel mit obigenWorten hat citiren wollen und die bereits 1837 von Hisinger als Lit. lamellosus und
') ß. B. Genzmer , seiner Zeit ein sehr fleissiger Geschiehesammler, der über Versteinerungenauch mit Linne in Briefwechsel stand, starb 1771 als Präpositus zu Stargard in Mecklenburg-Strelitz.