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Im Berliner paläontol. Museum befindet sich sodann ein typisches Exemplar derhier betrachteten Art in einem Geschiebe des hellgrauen Orthocerenkalks von Sorau,welches ganz meiner Beschreibung entspricht und namentlich die höheren Kammer-wände und den flachen Querschnitt sehr deutlich zeigt. Damit überein stimmt einebendort aufbewahrtes kleineres Fragment in schwärzlichem Kalk aus dem südlichenSchweden, sowie ein ganz ähnliches Bruchstück der BoLL 'schen Sammlung vonWeitin bei Neubrandenburg.
Endlich muss ich noch eines anderen von B oll bei Weitin gefundenen undloc. cit. T. IX. Fig. 31. a—b abgebildeten Bestes gedenken, welcher ebenfalls hierhergehört (auf der Originaletikette gleich dem vorigen Stück als Lit. lituus bestimmt).Dieses Exemplar aus schwärzlichgrauem Kalk, an dem ein grosser Theil der Spiralevorhanden ist, zeigt erheblichere Abweichungen von der normalen Form. Die Seitensind weniger abgeflacht, die Schale mit breiten Kingwülsten und etwas weiter abste-henden Streifen verziert. Der eingerollte Theil hat zwar den gewöhnlichen Durchmesservon ca. 30 mm, allein seine Form ist anders: wo unten der gestreckte Arm beginnt,ist die Entfernung zwischen dem letzten und dem vorletzten Umgange bedeutend, undverkleinert sich sodann gegen die Spitze hin (also umgekehrt wie sonst), so dass derinnere Theil in der Mitte der Schlusswindung sehr dicht an diese letztere herantritt.Im Uebrigen hat der sehr gut sichtbare Sipho dieselbe Lage zwischen Centrum undBauchseite wie bei allen andern Stücken, und wenn B oll 's Fig. 31. a ihn dem Kückengenähert, die Krümmung somit als exogastrisch wiedergiebt, so ist das ein einfachesVersehen.
Erklärung der Abbildungen. — Taf. I. Fig. 2. a stellt ein bei Eberswaldein hellgrauem Orthocerenkalk gefundenes Exemplar von Lituites perfectus dar, an demnur ein kurzes und stark beschädigtes Stück der geraden Verlängerung des Gehäusessitzt, während letztere für sich in demselben Stein noch durch einen zweiten Rest ver-treten ist, welcher die hohen Kammern gleichwie die Ringwellen deutlich erhalten zeigt.Die äussere Schale des abgebildeten Lituiten ist in der Schlusswindung theilweise ab-gelöst, wodurch eine Anzahl Kammern hervortritt, die, wie man sieht, nicht ganz
Art, wobei als Fundort schlechtweg Potsdam angegeben wird. Augenscheinlich ist dies zugleich der„Steinkern mit 2'/ 2 freiliegenden Windungen, welche eine Spirale von IG Linien Durchm. beschreiben",den C. Lossen (a. a. 0., p. 20 u. 21) für Lituites perjactus Wahlenb . gehalten hat. Allein abgesehendavon, dass keine Kammerwände sichtbar sind, erkennt man sofort einen unsymmetrischen und etwasuhtriangulären Querschnitt des Gewindes, zum Ueberfluss zeigt sich oben auf der Innenseite nocheine scharf markirte Kante. Das fragliche Geschiebe-Petrefact ist daher ein Gastropode und gehörtzur Gattung Ecculiomphalus Portlock , ist allerdings von dem nicht seltenen Eccul. alatus F. Roem.verschieden und näher verwandt mit Eichwald's Euomphalus elegans, einiger-maassen auch mit Eccul.Socticus M'Coy.
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