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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
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Yon den im beschreibenden Theil vorgebrachten neuen Arten der zweiten Gruppereiht die erste und wahrscheinlich auch die zweite sich dem mit subdorsalem Siphoversehenen Typus an, der vornehmlich durch Lit. imperfectvs Wahlen«. (Quenst .) re-präsentirt wird, während die beiden andern einen der Bauchseite genäherten Siphobesitzen. Diejenigen Lituiten überhaupt, bei denen letzteres der Fall ist, haben mitsehr wenigen Ausnahmen (wie Lit. antiquissimvs EtCHW. sp.) einen seitlich comprimirtenoder runden Querschnitt, wogegen alle mir bekannten Arten, deren Sipho dem Rückenbedeutend näher liegt, zwischen Innen- und Aussenseite schmaler sind als zwischenden beiden Seitenflächen.

Bekanntermaassen gehören die Lituiten zu den ältesten Lebensformen der Erde;zugleich ist die verticale Verbreitung der ganzen Gattung eine geringe, da sie nurwährend der Silurperiode existirt. hat. Die perfecten Lituiten, von denen bloss diedrei ersten unten beschriebenen Arten bekannt sind, beschränken sich auf den Ortho-cerenkalk, also die tieferen Schichten der Untersilurformation, und zwar, wie es scheint,spec.iell auf das untere Echinosphaeriten-Niveau Fn. Schmldt's . Was die imperfectenLituiten anbelangt, deren Artenzahl weit grösser ist, so scheinen sie schon etwasfrüher zu beginnen, da ihre ersten Vertreter im eigentlichen Vaginatenkalk sich zeigen;obwohl hauptsächlich den an Orthoceratiten reichen Kalken eigen, treten sie doch auchin höheren Horizouten des Untersilur stellenweise ziemlich zahlreich auf und gehenmit abnehmender Häufigkeit bis in die obersilurische Abtheilung aufwärts.

Immerhin sind diese untergegangenen Organismen zu den seltneren Versteine-rungen zu rechnen. Schon Wahlenberg sagt von der perfecten Lituiten-Form, siefinde sich so selten, dass er sie nur in einem grauen Kalk vom Mösseberg (West-gothland) und in einem rothen Kalk von Nodstad in Roslagen gesehen habe. In derSchlotheim 'sehen Sammlung befand sich bloss ein einziges Bruchstück von Oeland.Klöden hatte trotz eifrigen Sammlens seiner Angabe gemäss keine Lituiten in märkischenSilurgeschieben zu finden vermocht, indess enthält seine Collection thatsächlich einenRest von Lit. perfectus. Wenn er übrigens (Verst. der Mark Brandenburg, p. 126) meint,dass die von früheren Sammlern norddeutscher Geschiebe behaupteten Lituiten-Funde wohleher auf eine Verwechslung mit dem von ihm beobachteten Bellerophon cornu-arietisSow." (vergl. unten, S. 226) zurückzuführen seien, und class dies speciell von den beiKnorr und Walch , Th. III, Suppl.-Taf. IV. c und IX. c dargestellten Formen gelte,so ist das ein Irrthum. Die meisten und schönsten Reste der Gattung sind in nord-europäischen Silurschichten (Scandinavien, England, Ehstland) und zumal in unserenGeschieben vorgekommen, einige Arten u. a. auch in den silurischen AblagerungenNordamerika's.