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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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wird, ganz wie in der Abtheilung der perfecten Lituiten, die Spiralscheibe theils undzwar in der Regel von zusammengeschlossenen, theils aber auch von losgelösten Win-dungen gebildet (wie bei IAt. giganteus Sow.); ferner ist dieselbe bald von relativkleinerem Durchmesser ( IAt. Declieni ), bald sehr breit ( Lit. Danckehnanni). Worauf esmir hier wesentlich anzukommen scheint, ist die Form des gestreckten Arms,den der schwedische Autor, so oft er gekrümmt ist, offenbar in der Hauptsache nochmit zum Gewinde gerechnet hat. Es ist jedoch klar, dass derselbe, mag er geradeoder gebogen sein, immer dort beginnt, wo entweder bei geschlossener Spirale dieSchale sich abtrennt, oder aber bei freiliegenden Windungen die Röhre anfangt sichstetig von dem vorhergehenden Umgang nach aussen hin zu entfernen.

Hiernach bedarf das W ahlenberg's che Eintheilungsprincip einer Modificirungund ist die in Rede stehende Gattung folgendermaassen zu charakterisiren'):

Lituites Breyn.

Gehäuse von rundem, quer- oder längsovalem Querschnitt, aus einer Spiralemit aneinander stossenden oder losgelösten, mit ihrer Axe in einer Ebene aufge-rollten Windungen und einem gestreckten, bald geraden, bald gebogenen Arm vongrösserer oder geringerer Länge bestehend. Kammerwände (septa) einfach gekrümmt.Sipho nach innen oder aussen zu excentrisch, zuweilen auch ventral, selten central"),jedoch nie dorsal.

a. Lituitae perfecti. Gestreckter Arm gerade, nur im Anfangstheil etwas ein-wärts gedrückt, hoch hinauf gehämmert und eine beträchtliche Länge erreichend.Sijdio' zwischen Mitte und Bauchseite, theilweise auch dem Centrum sehr ge-nähert.

b. Lituitae iniperfecti. Gestreckter Arm sichelförmig gekrümmt, bald lang,bald kurz. Wohnkammer entweder schon innerhalb der Spirale beginnend (z. B. Lit.imperfectus W ählend., Lit. teres EiCHW. und Lit. applanatus vi.), oder am Anfangs-punkte des freien Schalentheils (z. B. Lit. antiquissimus EtCHW. sp. und Lit. Danckel-manni to .), oder erst im gestreckten Arm (z. B. Lit. Muellaueri D ewitz und Lit.Declieni m.). Sipho in allen möglichen Lagen mit Ausnahme der ganz dorsalen durch-brechend.

') Ausser Acht bleiben hierbei die in mehrfacher Hinsicht abweichenden Lituiten-artigen Formenmit kurzem, jedoch kaum gekrümmtem oder selbst geradem freien Arm und mit dreitheiliger Mün-dung, welche J. Barrande (Systeme Silurien du Centre de la Boheme, Vol. II, texte I, 1867, p. 182 ff.,PI. 45 u. 97) als Arten eines besonderen Subgenus Ophiclioceras beschreibt, und die in seiner Etage E,also im typischen Obersilur Böhmens, vorkommen.

2 ) Eine Art mit ganz centralem Sipho hat Dewitz in dem S. 211 angeführten Aufsatz alsLituites Muellaueri aus einem ostpreussischen Geschiebe von Orthocerenkalk beschrieben.